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Duman mit Platz fünf zufrieden, aber der Trainer geht im Sommer

01.02.2010 | 16:43 Uhr
Duman mit Platz fünf zufrieden, aber der Trainer geht im Sommer

Als bester Hattinger Vertreter überwintert Hedefspor Hattingen in der Bezirksliga-Gruppe 14. Hedef steht aktuell auf Platz fünf. Mit Trainer Bülent Duman sprach Sportredakteur Heiner Wilms.

Platz fünf also – sind Sie damit zufrieden?

Duman: Auf jeden Fall. Eigentlich habe ich nicht damit gerechnet, dass es Platz fünf werden könnte. Ich habe eher an einen Platz im Mittelfeld gedacht.

Warum?

Torwart Selcuk Aydin hat Hedefspor verlassen.

Duman: Wir hatten hier ja einige neue Spieler. Und eine neue Mannschaft muss sich erst finden, was bei türkischen Vereinen immer ein bisschen schwieriger ist.

Wie meinen Sie das?

Duman: Bei türkischen Vereinen ist die Vorbereitung immer ein bisschen schwieriger, weil viele Spieler im Sommer lange Urlaub machen. Da fahren sie dann zu ihren Familien in die Türkei. Wenn man so will, dann starten wir also immer mit Verspätung.

Jetzt müssen Sie aber schon wieder ein bisschen umbauen, denn bei Hedef hat sich in der Winterpause viel getan. Mit Selçuk Aydin, Deniz Aydin, Önder Kartal, Driton Mustafi und Sinan Düsünceli stehen wichtige Spieler nicht mehr zur Verfügung. Mit Kim Rotzoll und Orhan Yigit sind zwei neue Spieler dabei. Welcher Abgang ist der schwerwiegenste?

Duman: Sicher der von Selçuk Aydin. Er ist ohne Frage ein hervorragender Torwart, den wir nicht nur für ein paar Monate haben wollten. Dass er jetzt schon wieder gegangen ist, muss ich akzeptieren, aber enttäuscht bin ich auch. Das ist doch klar.

Wie man hört, soll es in Hattingen bald einen neuen Verein geben, in dem viele Spieler mit dem Nachnamen Aydin heißen.

Duman: Ja, das hört man. Aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es wirklich so kommt.

Aber zurück zu Hedef. Was haben Sie sich für die Rückrunde vorgenommen?

Hedef-Torwart-Trainer Orhan Terzi.

Duman: Man sollte immer ein bisschen Luft nach oben haben. Aber wenn es am Ende Platz fünf werden sollte, wäre ich auch hochzufrieden. Man hätte allerdings auch sagen können: So, wir greifen noch einmal richtig an. Wir investieren richtig und wollen den Sprung in die Landesliga schaffen. Das wollte der Verein aber nicht, was ich akzeptiere. Aber wir werden die Saison auch so gut zu Ende spielen. Ich werde allerdings auch damit anfangen, die A-Jugend-Spieler verstärkt einzusetzen. Denn da gibt es einige Talente, die an die erste Mannschaft herangeführt werden sollen.

Mit Kim Rotzoll hat der Verein jetzt einen jungen Torwart. Kann er Selçuk Aydin ersetzen?

Duman: Das weiß ich nicht. Ich habe ihn noch nicht so oft gesehen, und zurzeit ist er auch noch verletzt.

Und was ist, wenn das auch noch Ende Februar so sein sollte?

Duman: Dann spielt der DJ, also Orhan Terzi. Er ist ja unser zweiter Torwart, und zudem ist er auch unser Torwart-Trainer. Natürlich hoffe ich aber, dass er Kim Rotzoll wieder fit bekommt.

Wie läuft die Vorbereitung bei Hedef?

Duman: Fürchterlich, wie wahrscheinlich bei fast allen anderen Vereinen auch. Man kann ja nur laufen. Und diese ganze Lauferei nervt natürlich. Wenn man einem Fußballer immer wieder sagen muss, dass es zum Laufen geht, dann kommt er irgendwann nicht mehr.

Und wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus. Bleiben Sie über die Saison hinaus Hedef-Trainer?

Duman: Nein. Das habe ich mit dem Verein schon geklärt?

Und warum geht es nicht weiter?

Info
Fünf heimische Bezirksligisten

Besser als Hedef sind die Sportfreunde Niederwenigern als Tabellenvierter platziert.

Allerdings spielt Niederwenigern in der Niederrhein-Bezirksliga. In der Westfalen-Gruppe 14 ist der SC Obersprockhövel Dritter, Hedef Fünfter, Welper steht auf Rang 14, der TuS Hattingen auf Platz 15.

Duman: Ich denke, dass ich hier zwei Jahre lang gute Arbeit geleistet habe. Und jetzt will ich mich halt noch einmal verändern. Ich will etwas Neues ausprobieren.

Und bei welchem Verein wollen Sie ihre Karriere fortsetzen?

Duman: Das weiß ich noch nicht. Das kann ein A-Kreisligist, das kann aber auch ein Landesligist sein. Ich lass' mich mal überraschen.

Heiner Wilms

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