Düerkop nimmt die Punkte mit

Der Einsatz von Felix Osterloh war gefährdet. Letztlich war der Rückraumspieler aber doch dabei, sah aber eine Rote Karte.Foto:Manfred Sander
Der Einsatz von Felix Osterloh war gefährdet. Letztlich war der Rückraumspieler aber doch dabei, sah aber eine Rote Karte.Foto:Manfred Sander
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.. TuS Hattingen -
HSG Vest Recklinghausen 25:29

Mit einem verdienten Sieg über ihre ehemaligen Mannschaftskollegen und zwei gewonnenen Punkten im Gepäck verabschiedeten sich Max Schwarz und David Delgado gemeinsam mit dem Hattinger Ex-Trainer Maik Düerkop aus der Kreissporthalle.

„Der Sieg von Recklinghausen geht durchaus in Ordnung. Alles andere sind nur Nebengeräusche“, traf Hattingens noch gesperrter Trainer Frank Osterloh unmittelbar nach Spielschluss den Nagel auf den Kopf. Auch Rainer Knippert, der für Osterloh auf der Bank saß („Wir haben zu kompliziert gespielt“) und Maik Düerkop („Ein schöner Sieg“) sahen das genauso.

Rote Karte für Felix Osterloh

Als Nebengeräusche sind die Rote Karte für Felix Osterloh und so manche umstrittene Schiedsrichterentscheidung zu nennen. Osterloh ließ sich nach 37 Minuten nach einer heftigen Attacke des überragenden und stets clever agierenden Markus Witkowski zu einer unbedachten Reaktion verleiten und wurde auf die Tribüne verwiesen. Die Entscheidung war sicherlich hart, aber auch vertretbar. In vielen anderen Situationen vermisste man beim TuS allerdings die Gleichbehandlung durch die Unparteiischen. Vor allen Dingen bei den Aktionen der Kreisläufer Philipp Dobrodt auf der einen und Alexander Tesch auf der anderen Seite sahen sich die Hattinger benachteiligt. Denn während der Hattinger sowohl im Angriff als auch bei seinen Abwehraktionen immer wieder bestraft wurde, kam der mit allen Wassern gewaschene Alexander Tesch lange Zeit unbehelligt davon.

Doch das war nicht spielentscheidend. Das war wohl eher die Tatsache, dass die Gastgeber sich nach der Pause an der robusten 6:0-Defensivabwehr der HSG die Zähne ausbissen. Wurden bis zum 12:12 mit Unterstützung des gut aufgelegten Sascha Monjé im Tor noch in schöner Regelmäßigkeit prima herausgespielte Gegenstöße effektiv abgeschlossen oder die Abwehr durch mächtige Gewaltwürfe von Sven Schmitz überwunden, war es damit im zweiten Abschnitt fast durchgehend vorbei. Die Gäste verbesserten ihr Rücklaufverhalten und machten es den Hattingern damit viel schwerer, zu ihrem Tempospiel zu finden. Und mit Stephan Haunert hatte die Düerkop-Sieben einen glänzenden Torhüter im Kasten, der die TuS-Angreifer immer wieder schier zur Verzweiflung brachte.

Spätestens, als eine Hattinger 6:4-Überzahl nur zum 19:22 genutzt werden konnte und dann durch eine Zeitstrafe für Philipp Dobrodt frühzeitig verpuffte, war die Partie mit dem 26:19 durch Max Schwarz endgültig entschieden.

„Spielfilm“: 3:3, 6:6, 7:8, 10:8, 12:12, 12:15 (Hz.), 15:20, 19:22, 20:26, 23:27, 25:29.
TuS: Monjé, Lük; Dobrodt (1), Grossmann (5/4), Jäger, Osterloh (1), Pospiech (1), Schäffer (1), Schimm (1), Schmitz (7), Schuster (1), Sinnemann (3/2), Stecken (4), Dolata.