Die zwei Gesichter des SCO
13.07.2010 | 16:22 Uhr 2010-07-13T16:22:00+0200
Fußball-Bezirksligist SC Obersprockhövel geht ehrgeizig in die Saison 2010/2011. Die „Grünen“ haben sich noch einmal verstärkt. Wir sprachen mit Trainer Uli Sieweke.
Wenn man die Liste der Zu- und Abgänge beim SC Obersprockhövel abarbeitet, dann kann man sagen: Sie haben sich verstärkt.
Jo.
Und dann kann man sicher auch sagen: Der SCO will in die Landesliga.
Ach, so einfach ist das nicht. Wir wollen mit um den Aufstieg spielen. So kann man das sicher sagen. Ob es dann am Ende klappt, wird man sehen. In einer Saison gibt es immer viele Unwägbarkeiten.
In der vergangenen Saison war der SCO auch nicht so weit von der Spitze weg. Woran hat es noch gefehlt?
Wir haben ganz sicher noch unsere Schwächen. Die müssen wir jetzt abstellen. Ich denke, meine Mannschaft hatte in der vergangenen Saison zwei Gesichter. Da gab es zum Beispiel im Pokal-Finale ein absolut überragendes Spiel gegen den Westfalenligisten TuS Ennepetal. Am Ende haben wir sehr unglücklich mit 0:1 verloren. Und kurz darauf gab’s dann in der Meisterschaft eine Klatsche in Geisecke. Das ist nicht so leicht nachzuvollziehen.
Ist die Mannschaft manchmal überheblich?
Nein, auf keinen Fall. So kann man das nicht sagen.
Leichtfertig?
Das trifft es schon eher. Wir haben noch zu viele Schwankungen in unserem Spiel. Wir müssen konstanter werden.
Der prominenteste Zugang des SCO ist sicher Sascha Höhle, der ehemalige Kapitän der A-Jugend-Nationalmannschaft. Welche Rolle soll er spielen?
Er wird natürlich eine zentrale Rolle spielen. Aber einen Spieler wie Sascha Höhle kann man auf fast allen Positionen einsetzten. Er ist ein typischer Allrounder. Aber wichtig ist auch, dass er seine Freiheiten hat. Andernfalls würde man ihm etwas von seiner Klasse nehmen. Aber mir war auch wichtig, dass wir uns in der Breite verstärkt haben.
Wie meinen Sie das?
Es hat in der vergangenen Saison auch Spiele gegeben, zu denen wir mit zwölf Mann gefahren sind. Oder es mussten Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen. Jetzt sind wir auf jeden Fall breiter aufgestellt. Und wichtig war auch, dass wir etwas für die Defensive getan haben.
In der vergangenen Saison gab es 57 Gegentore.
Das ist eine katastrophal schlechte Quote. Ich sage jetzt einfach mal so: Diese Zahl müssen wir halbieren. Und deshalb haben wir ja auch Spieler wie Thomas Syperrek und „Yayu“ Hassan Eyaui-Eshetu geholt. Die sollen unsere Abwehr stabilisieren.
Und wer spielt hinter dieser Abwehr - wer ist also Obersprockhövels Nummer eins im Tor?
Das wird sich zeigen.Wir haben mit Kevin Klink und Stefan Gosing zwei gute Torhüter. Letztlich spielt der, der die bessere Vorbereitung absolviert.
Welche Mannschaften sehen Sie als größte Konkurrenten? Gibt’s wieder eine Über-Mannschaft wie zuletzt den TuS Heven?
Heven ist zum Glück raus aus der Liga. Ich denke, Schwelm ist stark, Wengern wohl auch. Und dann muss man mal schauen, ob da noch eine Mannschaft aus dem Busch kommt, mit der keiner gerechnet hat.
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