Die TSG Sprockhövel hat noch viel vor
17.02.2012 | 16:58 Uhr 2012-02-17T16:58:00+0100
Sprockhövel/Wanne-Eickel.Es geht wieder um Punkte. Mit dem Auswärtsspiel gegen den DSC Wanne-Eickel nimmt Fußball-Westfalenligist TSG Sprockhövel am Sonntag wieder den Pflichtspielbetrieb auf. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz an der Reichsstraße (Anstoß: 15 Uhr).
Die TSG geht gut vorbereitet in diese Partie. Aber Vorbereitung ist halt nicht Meisterschaft, was auch Sprockhövels Trainer Lothar Huber so sieht. „Testspiele sind Freundschaftsspiele, und in solchen fehlt zwangsläufig die letzte Anspannung“, sagt er. „Auch die Mannschaft freut sich, dass es jetzt endlich wieder los geht.“
Auf die Frage, was er sich für die Rückrunde den vorgenommen habe, antwortet Huber zunächst kurz und knapp: „Viel“, sagt er und ergänzt dann: „Wir möchten noch mit um den Aufstieg spielen. Wattenscheid als Tabellenerster ist natürlich weg, aber dahinter geht es ja noch recht eng zu.“
Weit oben mitspielen – das wollte auch Wanne-Eickel. Der DSC ist als einer der großen Favoriten in die Saison gestartet. Doch aus weit oben ist nichts geworden, Wanne-Eickel steht in der Tabelle weit unten – auf Platz 14.
Woran das liegt, ist nur schwer zu erklären. Denn der DSC stellt sicher eine der stärksten Westfalenliga-Mannschaften, wenn man einmal das Personal durchgeht. Doch irgendwie passten die zweifelsohne starken Individualisten nicht richtig zusammen. Wanne-Eickel fand nie richtig in die Saison, die Tabellenspitze geriet schnell außer Sicht. Der Vorstand hielt aber lange am glücklosen Trainer fest. Erst in der Winterpause wurde reagiert. Die Zeit von Klaus Berge ging zu Ende, neuer Trainer ist jetzt Jürgen Wielert, der ja auch schon einmal für die TSG Sprockhövel gespielt hat.
Eine der ersten Personalentscheidungen Wielerts war die Suspendierung von Oktay Güney. Aber auch ohne Güney ist der DSC, Normalform vorausgesetzt, in der Offensive stark besetzt – zum Beispiel mit Sven Jubt, Tim Dosedal oder auch mit Markus Krawietz.
Der TSG steht also mit Sicherheit kein leichtes Spiel bevor. Und deshalb ist es gut, dass es keine großen Personalprobleme gibt. Zwar klagt Berkant Canbulut über muskuläre Probleme, doch sein Einsatz am Sonntag ist deshalb nicht gefährdet.
Sein Meisterschaftsdebüt im TSG-Trikot wird wohl der Franzose Marc Grobri geben. Lothar Huber hat ihn hinten links in der Viererkette fest eingeplant. Ebenfalls im Kader sind der Spanier Adolfo Darias und der Grieche Xhino Kadiu. Sollten sie spielen, käme es ebenfalls zu Debüts in der Westfalenliga-Mannschaft der TSG Sprockhövel.
0mitdiskutieren