Die TSG hat noch ein kleines Polster

In welche Richtung geht es für die TSG?  Der Vorsprung auf Herne beträgt noch fünf Punkte, aber Herne ist mächtig ins Rollen gekommen.Foto:Walter Fischer
In welche Richtung geht es für die TSG? Der Vorsprung auf Herne beträgt noch fünf Punkte, aber Herne ist mächtig ins Rollen gekommen.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Sprockhövel..  Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel steht inzwischen voll im Abstiegskampf. Die TSG ist auf den drittletzten Platz abgerutscht, aber der könnte am Ende der Saison vielleicht reichen, um die Klasse zu halten. Denn wahrscheinlich gibt es nur zwei Absteiger, und auf den vorletzten Platz hat die TSG aktuell fünf Punkte Vorsprung. Vor ein paar Wochen konnte man noch von mehr Absteigern ausgehen.

Was ist geschehen? Zum einen kündigte ja Zweitligist VfL Bochum an, seine U 23, die zurzeit in der Regionalliga West spielt, zur Saison 2015/2016 abzumelden. Damit steigt schon einmal ein Team weniger in die Oberligen ab. „Aller Voraussicht nach“, sagte Reinhold Spohn, der Staffelleiter der Regional- und Oberliga Westfalen, dem Reviersport, „werden drei Mannschaften absteigen.“

Vier Teams wollen aufsteigen

Weil in dem abgeschlagenen Regionalliga-Tabellenletzten FC Hennef 05 ein Team, das nicht zum Fußballverband Westfalen gehört, den Fahrstuhl nach unten schon fast sicher gebucht hat, könnten es maximal noch zwei westfälische Klubs erwischen. Gefährdet erscheinen die U23 des FC Schalke 04 und die Sportfreunde Siegen. Aber auch die SG Wattenscheid 09 ist noch längst nicht aller Sorgen ledig. Der FC Schalke 04 kündigte inzwischen übrigens bereits an - anders als der VfL Bochum - an seiner Zweitvertretung festzuhalten - und zwar auch im Falle des Abstiegs der Nachwuchs-Knappen in die Oberliga Westfalen.

Zum anderen wurde des Weiteren bekannt, dass der TuS Erndtebrück (1.), Rot-Weiß Ahlen (2.), Westfalia Rhynern (3.) und die U 23 des DSC Arminia Bielefeld die Lizenz für die Regionalliga beantragt haben. Weil kaum davon auszugehen ist, dass gleich zwei von diesen Mannschaften auf Platz sechs oder schlechter abschließen oder die Lizenz verweigert bekommen, ergibt sich folgende, vergleichsweise einfache Rechnung: zwei Absteiger von oben, zwei Aufsteiger nach oben. Zwei Aufsteiger aus den beiden Westfalenligen - demnach müssen nur zwei Mannschaften aus der Oberliga Westfalen absteigen. Und somit bliebe der 16. der Abschlusstabelle in der Klasse.

Diesen 16. Rang belegt aktuell also die TSG Sprockhövel. 21 Punkte stehen für die Mannschaft von Trainer Robert Wasilewski momentan zu Buche. Es folgt Westfalia Herne mit 16 Zählern auf der Habenseite. Letzter ist der SV Zweckel mit 14 Punkten.

Die TSG Sprockhövel hat also noch ein kleines Polster. Allerdings muss die Mannschaft langsam ins Rollen kommen, denn Druck macht zurzeit vor allem Westfalia Herne. Die Herner galten in der Winterpause noch als sicherer Absteiger, haben seitdem aber aufgeholt. In der kompletten Hinrunde hatte die Westfalia nur sechs Punkte geholt, inzwischen sind aber schon zehn weitere hinzu gekommen. Herne ist nach Lippstadt und Erndte­brück die drittbeste Rückrunden-Mannschaft, die TSG die zweitschlechteste. Erst fünf Zähler gab es für die Elf aus dem Baumhof.

„Es stimmt schon, unsere Ausbeute ist im Moment nicht in Ordnung, aber die Moral stimmt“, sagt TSG-Trainer Robert Wasilewski. „Die Herner leben jetzt von der Euphorie, ich hätte auch nicht gedacht, dass die noch einmal kommen.“

Für die TSG Sprockhövel gilt es nun, die Westfalia aus Herne auf Distanz zu halten. In den nächsten Spielen geht es gegen Dortmund, Hüls und Lippstadt. „Da ist für uns in jedem Spiel etwas drin“, sagt Wasilewski.