Die treue Seele der SG Welper

Bernd Rutzenhöfer hilft bei der SG Welper, wo er kann. Derzeit ist er Co-Trainer der C1-Jugend.
Bernd Rutzenhöfer hilft bei der SG Welper, wo er kann. Derzeit ist er Co-Trainer der C1-Jugend.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool

Hattingen..  Er hat immer ein Lächeln aufgesetzt, wenn er seine Vereinskollegen trifft. Grüßt sie freundlich und ist bereit, ihnen auch zu helfen. Und damit ist er eine große Unterstützung für alle. Bernd Rutzenhöfer ist die treue Seele der SG Welper.

Vor allem die Fußballabteilung profitiert davon. Denn der 57-Jährige ist in der Regel bei jedem Spiel der ersten Mannschaft dabei. Als Betreuer hilft er Cheftrainer Wolfgang Westerkamp und wenn es geht, schnappt er sich auf die Fahne und assistiert so dem Unparteiischen an der Seitenlinie. Manchmal sogar bei zwei Spielen hintereinander, wenn die zweite oder dritte Mannschaft der SG Welper vor oder nach der ersten Garnitur spielt. „Man muss ihn nur ansprechen, dann ist er sofort bereit. Er stellt sogar private Sachen für den Verein in den Hintergrund“, lobt Dino Carrafiello, Geschäftsführer der SG-Fußballer.

Stationen in Resse und Stiepel

An seinem großen Einsatz findet Bernd Rutzenhöfer, den intern alle nur Bernie nennen, Gefallen. „Es macht mir Spaß, mitzuhelfen“, sagt er. Seit zwölf Jahren wirkt er hinter den Kulissen mit. Vorher kam sein Engagement bereits dem Gelsenkirchener Verein Viktoria Resse zu Gute. Dort war er ab 1993 sieben Jahre lang Betreuer im Fußballbereich. 2000 schloss sich der ehemalige Angestellte der Deutschen Post Rot-Weiß Stiepel an und coachte gemeinsam mit Wolfgang Michel eine Jugendmannschaft.

Dann zog es Bernd Rutzenhöfer 2001 nach Hattingen zurück. Beim TuS Hattingen hatte er in den 1970er-Jahren selbst eine Zeit lang gekickt und die dritte Mannschaft betreut. Über Rainer Sommer, mit dem er zusammen zur Schule ging, entstand der Kontakt zur SG Welper. Dort wurde er liebgewonnen und Jugendtrainer. Zunächst übernahm er gemeinsam mit Ex-Spieler Benjamin Heberlein die Mini-Kicker, die er in der F-Jugend eine Zeit lang selbstständig trainierte.

Momentan ist Rutzenhöfer auch als Co-Trainer der C1-Jugend der SG Blankenstein-Welper aktiv. Weil er sich dem Fußball verbunden fühlt und Freude daran hat, wenn sich die jungen Spieler entwickeln. „Ich möchte ihnen auch zeigen, was ich selbst drauf habe und eine erfolgreiche Zeit mit den Jungs erleben“, so Rutzenhöfer. Für die Fußballer ist er heute bei fast jeden Turnier dabei, kümmert sich um die Anlieferung von Speisen und Getränken oder wacht als Ordner am Rande des Geschehens. „Er macht wirklich viel und vor allem kann man sich auf ihn zu hundert Prozent verlassen“, sagt Dino Carrafiello.

Für seine ehrenamtliche Tätigkeit, die viel Zeit kostet, wurde er vom Verein in 2013 ausgezeichnet. Weil er auch in den anderen Abteilungen mit anpackt, wenn Arbeit anliegt. Etwa beim Aufbau für die Karnevalsfeier des Gesamtvereins.

Leute wie Bernd Rutzenhöfer sucht jeder Verein. Das Ehrenamt nimmt einen immer größeren Stellenwert im Vereinsleben ein. „Wenn Bernie nicht mehr helfen würde, würde eine große Lücke entstehen. Denn es ist generell schwierig, Helfer zu engagieren. Daher sind wir alle froh, dass wir ihn haben“, sagt Dino Carrafiello und fügt an: „Wir versuchen ihn auch zu unterstützen, wenn er mal ein Problem hat.“