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Fußball: SG Welper

Die Talsohle durchschritten

04.08.2010 | 16:26 Uhr
Die Talsohle durchschritten
Eric Mpongo spielt auch in der künftigen Saison für die SG Welper.

Neue Zuversicht bei der SG Welper: Nachdem Jeffrey Cybart, Patrick Eilmes, Eric Mpongo und Artur Grzona doch bleiben, sieht die Zukunft des Bezirksliga-Absteigers nicht mehr ganz so trostlos aus. Wir sprachen mit Trainer Dino Carrafiello (46).

Bei der Stadtmeisterschaft mussten Sie wegen der großen Personalprobleme selbst einspringen. Wird es künftig in Welper auch noch einen Spielertrainer Carrafiello geben?

Das will ich doch nicht hoffen. Die Personallage hat sich bei uns ja auch erheblich verbessert. Eben weil Cybart, Eilmes, Grzona und Mpongo nun doch geblieben sind. Außerdem ist ja auch Florentine Cheuffa dabei, und Eric Mpongo hat noch einen Kollegen mitgebracht.

Wen denn?

Emmanuel Nwosu. Das ist ein 23-jähriger Nigerianer, der offensiv auf vielen Positionen eingesetzt werden kann.

Die Mannschaft hat also wieder ein Gerüst?

Ja, das kann man so sagen. Und es gibt ja auch noch Spieler wie Timo Matthies, der immer für Tore gut ist. Oder auch Claudio di Gregorio, der mit seiner Erfahrung für uns ganz wichtig ist.

Und was ist mit Thorsten Henke?

Er ist ein Fußball-Verrückter. Er will unbedingt spielen, aber man muss auch sehen, dass er zwei Knie-Operationen hinter sich hat. Wir müssen ihn im Augenblick noch ein bisschen bremsen, damit er sich sein Knie nicht völlig zerdeppert.

Aber noch einmal zu Cybart, Eilmes, Mpongo und Grzona, die sich alle abgemeldet hatten. Wie ist es denn nun zu diesem Stimmungsumschwung gekommen?

Ich denke, dass sie auch an diesem Verein hängen. Außerdem haben sie sich nicht intensiv nach einem anderen Verein umgesehen. Sie sind auch beruflich stark eingebunden und können in Sachen Fußball nicht mehr den ganz großen Aufwand betreiben. Für uns sind sie aber Gold wert. Eilmes und Cybart in der Innenverteidigung, Mpongo im defensiven Mittelfeld und Grzona in der Offensive, wo er fast alles spielen kann.

Sie scheinen wieder sehr optimistisch. Wie sah Ihre Gefühlswelt denn in den Wochen nach dem Abstieg aus. Haben Sie daran gedacht, hinzuschmeißen?

Nein, nie. Ich bin ja ein kleines Sonnenscheinchen. Ich habe immer gesagt, dass ich hier weitermache. Egal, in welcher Liga und mit welcher Mannschaft. Aber ich war ja auch nicht allein. Es hat hier auch Hilfe gegeben.

Von wem denn?

Zum Beispiel von unserem Abteilungsleiter, von Wolfgang Wortmann. Er hat wirklich sehr viel getan. Und auch von Peter Kursinski.

Wollte sich Kursinski nicht eigentlich ganz zurückziehen und in Welper nichts mehr machen?

Er hat sich abgemeldet, das stimmt.

Aber er war doch vom Tag seiner Geburt an Mitglied der SG Welper.

Ja. Aber er ist ja auch nicht ganz weg. Er hilft und im Hintergrund. Und das ist gut so.

Heiner Wilms

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