Die Talentquelle im Hügelland

In der Halle an der Habichtstraße trainieren die jungen Tischtennis-Spieler des SSV Preußen.Foto:Manfred Sander
In der Halle an der Habichtstraße trainieren die jungen Tischtennis-Spieler des SSV Preußen.Foto:Manfred Sander
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Hattingen..  Der SSV Preußen Elfringhausen ist im Tischtennis der klassenhöchste Verein unter den heimischen Vertretern. Das Aushängeschild ist die Herren-Mannschaft, die zurzeit mit guten Chancen um den Aufstieg in die Verbandsliga spielt. Aner auch in der Jugendabteilung gibt es einige talentierte Spieler und Erfolge. Aktuell ist beispielsweise die A-Jugend in die Kreisliga aufgestiegen.

Gegen neun andere Teams kämpfte der Preußen-Nachwuchs in der Kreisklasse um die wichtigen Punkte und den Aufstieg. Mit Erfolg, denn am Ende sprang der dritte Rang dabei heraus, ein Aufstiegsplatz. Die Jungs sammelten 22:10 Punkte und treten in der kommenden Saison gegen stärkere Gegner an. „Unser Ziel ist es natürlich nun, die Klasse zu halten. Außerdem sollen sich die Jungen auch sportlich und als Mannschaft weiterentwickeln“, sagt Trainerin Stephanie Dietzel, die selbst im Damenteam der Preußen aktiv ist.

Training auch am Sonntag

Die Spielerinnen der Damenmannschaft sind ohnehin komplett als Trainerinnen der Jugend eingesetzt und geben ihre Erfahrung weiter. Seit sieben Jahren coachen Stephanie Dietzel, ihre Schwester Christina und Maren Ascherfeld die Jugendlichen. Julia Kilfitt ist seit dieser Saison ebenfalls dabei, und mit Daniel Badewitz hilft zusätzlich ein Spieler aus der zweiten Herrenmannschaft. Den Jugendlichen stehen so im eigenen Verein Vorbilder zur Seite, an denen sie sich orientieren können.

Dennoch ergeben sich auch manchmal Schwierigkeiten. Das betrifft auf der einen Seite die motorischen Fähig- und Fertigkeiten der Kinder und Jugendlichen. „Das war früher weniger ein Problem“, erkennt Trainerin Stephanie Dietzel. Auf der anderen Seite sind die teilweise langen Schulzeiten der Tischtennisspieler ein Problem. „Für manche Kinder ist es heutzutage schwieriger, zum Training zu kommen, und auch die Konzentration ist nicht immer so hoch“, stellt Stephanie Dietzel fest. Im Verein hat man sich deshalb Gedanken über die Situation gemacht und eine Lösung gefunden. So gibt es alle drei Wochen ein zusätzliches Intensivtraining am Sonntag. Dort fördern Julia Killfitt und Daniel Badewitz eine Auswahl noch einmal zusätzlich.

Manche von den Jugendspielern werden auch schon mal bei den sechs Herrenteams eingesetzt. So spielen sie doppelt, weil sie gleichzeitig auch noch für ihre eigentliche Jugendmannschaft an der Platte antreten. Der Übergang in den Seniorenbereich wird auf diesem Wege jedoch vorbereitet. Und aus der Jugend der Preußen sind auch mitunter schon einige talentierte Spieler hervorgegangen.

Beispiele sind Tewe und Malte Schefer, die beide aber nicht mehr für die Preußen an der Platte sind.TeweSchefer hat sich dem VfL Winz-Baak angeschlossen, sein Bruder spielt des Studiums wegen in Erfurt Tischtennis. In der fünften Mannschaft der Preußen kämpft dagegen der ehemalige Jugendspieler Gino Ortwein weiterhin für seinen Verein um Punkte.