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Musikalische Sportler

Die Musik spielt auch neben dem Platz

20.01.2015 | 16:15 Uhr
Die Musik spielt auch neben dem Platz
Phillipp Schulz ist hauptsächlich dafür bekannt, Tore zu verhindern und – neuerdings – auch zu erzielen. Er hat aber auch eine musikalische Seite.Foto: Archiv, Hanusch

Hattingen/Sprockhövel. Sport und Musik – die meisten denken da vielleicht an Fan-Gesänge oder die mal mehr, mal weniger gelungenen Lieder zur Fußball-Weltmeisterschaft, den Ghettoblaster in der Kabine oder Vereinsfeiern. Aber es gibt auch Musiker unter den heimischen Sportlern, die selbst zur Gitarre greifen oder singen. So zum Beispiel der Sprockhöveler Phillipp Schulz und sein ehemaliger TSG-Mannschaftskamerad Maxim Osterhage, der heute für die Sportfreunde Niederwenigern spielt.

Beide interessierten sich früh für Musik. „Ich singe schon von klein auf, da stand ich häufig auf dem Tisch mit der Gitarre in der Hand“, sagt Maxim Osterhage. „Früher war Wolfgang Petry mein Idol.“ Auch Phillipp Schulz begann als Kind. „Ich habe mit sechs oder sieben Jahren angefangen Gitarre zu spielen.“

Keine musikalischen Ambitionen

Beide blieben bis heute dabei: Schulz spielte zu Schulzeiten mit Stufenkameraden des Gymnasiums an der Waldstraße in einer Band, seither aber eher für sich alleine. „Wenn Leute mich ansprechen, spiele ich manchmal auch auf Geburtstagen.“ Und er hat in den vergangenen Jahren seine Mannschaftskameraden bei der TSG in der Weihnachtszeit überrascht. „Zuletzt habe ich immer auf der Weihnachtsfeier gespielt“, sagt er. „Die ersten Male war es besonders gut, weil damit keiner gerechnet hat.“

Auch Maxim Osterhage singt auf Geburtstagen von Freunden, und so lernte er auch seine heutigen Musikkollegen kennen. „Das war ganz spontan. Ich habe auf einem Geburtstag gesungen, und Tom Rüttgers war auch da“, erzählt er. Mit dem Gitarristen Rüttgers und Lukas Kleinhans zusammen hat Osterhage Videos aufgenommen, die im Internet zu sehen sind.

Eins haben Schulz und Osterhage bei aller Liebe zur Musik gemeinsam: Vom großen Wurf und Erfolg in der Musikindustrie träumen sie beide nicht. „Für mich ist das ein Hobby“, sagt Maxim Osterhage. „Durch die Arbeit und Fußball ist die Zeit für die Musik begrenzt.“ „Durch das Fußballspielen bin ich sehr eingespannt“, so auch Schulz.

Schon auf Geburtstagen aufzutreten ist manchmal schwierig: freitagabends ist Training. Die Nummer eins ist also der Fußball: „Solange ich Fußballspielen kann, ist das so“, sagt Schulz. „Gitarre kann ich auch mit 50 noch spielen.“

Treffen sie denn den Musikgeschmack ihrer Mannschaftskameraden? „Auf den Weihnachtsfeiern spiele ich Chartsachen“, sagt Phillipp Schulz, der selbst am liebsten Rock wie zum Beispiel von den Red Hot Chilli Peppers hört. Mit den aktuellen Hits, auch wenn sie auf der Gitarre gespielt sind, könnten aber alle etwas anfangen. Auch er habe schon positive Rückmeldungen aus der Mannschaft bekommen, so Maxim Osterhage. „Der eine oder andere hat aber auch gesagt, mit professioneller Gesangsausbildung könne man bestimmt noch mehr rausholen“, sagt er mit einem Lachen.

Der Musikgeschmack sowohl bei der TSG als auch bei den Sportfreunden sei durchaus gemischt, sagen Schulz und Osterhage. Und Niederwenigerns Innenverteidiger Osterhage muss da einen besonders guten Überblick haben. Er ist bei den Sportfreunden nämlich der Musikwart, der für die Beschallung der Kabine zuständig ist. „Die anderen sagen, mir was sie hören wollen, und ich lege es auf.“

Sebastian Schneider

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2015-01-20 16:15
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