Die Meister des Hip-Hops

Die Tanzgruppe Panta Rhei ist die erfahrenste Formation in Jasmins Tanzstudio. Panta Rhei tritt schon seit drei Jahren bei Meisterschaften an.Foto:Socrates Tassos
Die Tanzgruppe Panta Rhei ist die erfahrenste Formation in Jasmins Tanzstudio. Panta Rhei tritt schon seit drei Jahren bei Meisterschaften an.Foto:Socrates Tassos

Hattingen..  Stehende Ovationen und viel Jubel wurde den sechs Wettkampfgruppen von Jasmins Tanzstudio nach ihrem Auftritt entgegengebracht. Sie haben bei der Westdeutschen Meisterschaft der „Ds! World Competition“ alle einen Platz auf dem Treppchen ergattert und starten am 13. Juni bei der Deutschen Meisterschaft.

Vor 13 Jahren fing alles an, als Jasmin Michel-Burbulla eine Wettkampfgruppe ins Leben rief. Damals wirkte sie aktiv mit. Heute gibt es sechs Wettkampfgruppen in mehreren Altersklassen. Jasmins Tanzstudio ist ein Lizenzpartner von „Ds! Dance Club“, dem der deutsche Choreograph Detlef Soost vorsteht. Dadurch treten die Hattinger Gruppen auch bei der „Ds! World Competition“ an, wo sie zuletzt jeweils zweimal Platz drei, zwei und eins erreicht haben. „Die Jury hat gesagt, dass die Energie stimmte“, freut sich Jasmin Michel-Burbulla.

Um in die Gruppen zu gelangen, müssen die Tänzerinnen im Herbst an einem Casting im Tanzstudio an der Bahnhofsstraße teilnehmen. „Sie müssen sich jedes Jahr neu beweisen. Es kommen so auch mal neue Tänzerinnen hinzu“, so die Studiochefin. Für das Casting setzen sich die fünf lizenzierten Trainer Ronja Steinberg, Monique Wächter, Diana Achmerow, Lisa Kleine-Bösing und Anna Lubitz zusammen. ein neutraler Bewerter von außen kommt hinzu.

Training zweimal pro Woche

„Viele, die in der Freizeit bei uns tanzen, haben Talent, wir sprechen sie auf die Castings an“, so Michel-Burbulla. In den Wettkampfgruppen wird bis zum Frühjahr zweimal pro Woche trainiert. Zu einem selbst gewählten Thema müssen vorgegebene Choreographien verwendet werden. Ein Teil darf aber auch selbst gestaltet werden. „Es ist nicht immer leicht, etwas Eigenes einzubauen. Aber es ist auch eine Herausforderung“, weiß Michel-Burbulla.

Was am Ende dabei herauskommt, ist eine Darbietung aus den Bereichen Hip-Hop und Videoclip-Dancing – mit viel Ausdruck in den Bewegungen. Die wirken im Vortrag oft weich, dabei aber auch temporeich. Vieles entsteht aus dem Kniefedern, und mit Hilfe der Arme und Hände ergeben sich ausdrucksvolle Gesten. Die Gruppen tanzen in Formationen, aber auch in getrennten Parts. Neben dem sportlichen Level kommt ein großer Unterhaltungswert dazu, weshalb die Gruppen oft zwischendurch auftreten und an anderen Wettkämpfen wie dem „Street Beat“ teilnehmen.

Die erfahrenste Gruppe sind die Panta Rhei, die aus erwachsenen Tänzerinnen besteht. Seit drei Jahren tritt sie auf Meisterschaften an, durch den ersten Platz bei der Westdeutschen Meisterschaft ist sie für das Finale in die Kategorie „Best Dance Crew“ aufgerückt, dem höchsten Tanzniveau. Ronja Steinberg gibt in der Gruppe den Ton an, tanzt auch selbst mit sowie die anderen Trainerinnen.

Dadurch, dass alle Trainerinnen jährlich Fortbildungen besuchen, hat sich das Niveau der Gruppen, die bis zu 20 Tänzerinnen umfassen, ständig verbessert. „Ich freue mich, wenn die Trainerinnen das hohe Niveau weitergeben und sich die Tanzszene dadurch entwickelt“, sagt Michel-Burbulla mit Blick in die Zukunft.