Die Jungs aus dem Dorf sollen es richten

Timo Kemper (links) ist durch starke Leistungen auch für anderen Vereine interessant geworden. Er spielt aber weiter für den SuS.Foto:Volker Speckenwirth
Timo Kemper (links) ist durch starke Leistungen auch für anderen Vereine interessant geworden. Er spielt aber weiter für den SuS.Foto:Volker Speckenwirth
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Hattingen..  Die Fußballer des SuS Niederbonsfeld setzen weiter auf Kontinuität. Und sie setzten weiter auf die Jungs aus dem Dorf, der Nachwuchs aus dem eigenen Verein soll es in Zukunft richten.

„Wir setzen hier seit drei Jahren auf unsere Jugend“, sagt Niederbonsfelds Fußball-Abteilungsleiter Mike Schönweitz. „Hier hat es zwar auch schon einmal andere Zeiten gegeben, doch man muss immer sehen, welche Möglichkeiten man im Verein hat. Der Weg, den wir jetzt eingeschlagen haben, ist der richtige. Und es kommt natürlich auch im Umfeld gut an, wenn die Spieler aus der näheren Umgebung kommen.“

Schon in der vergangenen Saison hatte der SuS eine Mannschaft, die im Schnitt recht jung an Jahren war. Und mit Marcel Manzombe hat der Verein auch wohl den richtigen Trainer, um die Talente weiter zu entwickeln. Den SuS-Verantwortlichen ist es auch gelungen, die jungen Burschen zu halten, was sicher ein großer Erfolg ist, denn einige Spieler sind auch über die Grenzen Niederbonsfelds hinaus aufgefallen. Zum Beispiel Timo Kemper, auf den schon einige Vereine aufmerksam geworden waren. „Natürlich hatte er auch Anfragen, doch Timo ist sehr bodenständig, außerdem wird sein Vater in der nächsten Saison unsere zweite Mannschaft trainieren“, sagt Mike Schönweitz.

Drei weitere Nachwuchsspieler werden zur neuen Saison in den Kader ersten Senioren-Mannschaft aufrücken. Dazu zählt auch Ramon Sauret-Kranz, der eigentlich noch ein weiteres Jahr in der A-Jugend spielen könnte, dem die SuS-Verantwortlichen aber den Sprung schon jetzt zutrauen. „Er ist ein großes Talent, er ist ein typischer Zehner“, lobt Niederbonsfelds Sportlicher Leiter Detlef Pehlke. „Er ist zwar noch recht schmal und kann sicherlich körperlich noch etwas zulegen, doch gute Fußballer müssen ja nicht immer breit sein. Ich bin sicher, dass Ramon es schaffen wird.“

Mit Sebastian Schröder wird zudem ein Mittelstürmer aus der Jugend aufrücken. „Das ist ein wuchtiger Typ, der der Mannschaft helfen kann. Er kann dafür sorgen, dass unsere Durchschlagskraft größer wird“, so Pehlke. Komplettiert wird das jugendliche Trio dann von Khoa Tran, der in seinem Spiel eher defensiv ausgerichtet ist.

Vielleicht kommen sogar noch mehr junge Wilde hinzu, denn beim SuS entwachsen sechs weitere Fußballer dem Jugendalter. „Einige werden dann aber sicher zunächst in unserer zweiten Mannschaft spielen“, sagt Detlef Pehlke. „Da warten wir dann ganz in Ruhe die Entwicklung ab. Wichtig ist mir aber, dass wir jetzt breiter aufgestellt sind. Für die zweite Mannschaft haben wir 29 Spieler und für die erste 24, von denen 20 aus Niederbonsfeld kommen. Das ist doch eine tolle Sache.“

Zwei externe Zugänge

Neben den Verstärkungen aus der eigenen Nachwuchsabteilung gibt es aber auch zwei externe Zugänge. Torwart Rouven Kerkhoff kommt vom SV Burgaltendorf und Mittelfeldspieler Dennis Malcherczyk von Einigkeit Dornap. „Er ist ein Linksfuß, der im Mittelfeld auf der Sechser- oder Achter-Position spielen kann“, beschreibt Pehlke die Qualitäten von Malcherczyk. „Ich hatte Dennis schon länger im Auge, und jetzt freuen wir uns, dass er zu uns gekommen ist.“

Konkrete Ziele wollen sich die Niederbonsfelder für die neue Saison nicht setzten. Im vergangenen Jahr wurde es am Ende Platz zehn, was aber ein wenig darüber hinweg täuscht, dass der SuS hervorragend gestartet ist. In der Frühphase der Saison führte die Mannschaft von Trainer Marcel Manzombe die Liga sogar hat. „Zum Schluss sind wird dann ein bisschen eingebrochen“, sagt Detlef Pehkle. „Doch das kann man bei dieser Marathon-Saison auch verstehen. 38 Spiele und so gut wie keine Winterpause. Das war schon sehr heftig. Zum Glück spielen wir in der nächsten Saison wieder in einer 18er-Liga.“