Der Verein hat großes Potenzial
14.02.2012 | 15:56 Uhr 2012-02-14T15:56:00+0100
Hattingen. Fußball-Bezirksligist Hedefspor Hattingen hat einen neuen Vorsitzenden. Orhan Terzi trat die Nachfolge von Arif Turan an. Wir sprachen mit dem 47-Jährigen.
Jetzt stehen Sie also an der Spitze Ihres Vereins. War es Ihr Traum, Hedef-Vorsitzender zu werden.
Terzi: Ach, das hat sich irgendwann so ergeben. Das war eine recht kurzfristige Entwicklung.
Mussten Sie überredet werden?
Nein. Ich freue mich super auf diese Ausgabe. Auch weil ich sehe, welches Potenzial dieser Verein hat.
Auffällig ist, dass es eine komplett neue Vorstandsmannschaft gibt. Warum?
Der alte Vorstand hat enorm viel Arbeit geleistet. Und die alten Vorstandsmitglieder hatten den Wunsch, mal eine Auszeit zu nehmen. Und jetzt haben wir eine neue, gebildete und dynamische Mannschaft zusammen.
Die wie groß ist?
Zum harten Kern gehören acht bis zehn Leute. Zum erweiterten Kreis ungefähr 15 Leute, die mithelfen, wenn es nötig ist. Aber so etwas ist bei Hedef ja ohnehin kein Problem. Wenn man in diesem Verein Hilfe braucht, dann bekommt man sie.
Sie hatten unmittelbar nach Ihrer Wahl gesagt, dass sie neue Ideen in den Verein einbringen möchten. Was meinten Sie damit?
Wir können bei Hedef die Rahmenbedingungen verbessern. Auch auf dem Sportplatz bei den Spielen. Es wäre schön, wenn wir einen Platzsprecher hätten, der die Zuschauer informiert. Und auch in der Pause kann es ein Programm geben. Man kann eine Torwand aufstellen, Musik machen oder eine Tombola veranstalten. Es wäre schön, wenn wir unsere Zuschauer unterhalten könnten. Die Menschen sollen nicht wie Roboter nur zum Fußball kommen. Und ich möchte auch für unsere Jugend etwas tun. Da käme unser Vereinsheim als Anlaufstelle in Frage. Vielleicht können wir da ja für einige Attraktionen sorgen.
Wie geht es dem Verein aktuell?
Hedef ist sehr gut aufgestellt. Wir haben auch eine große, gut funktionierende Jugendabteilung. Eigentlich ist das ja ein Wunder, weil wir auf einem unattraktiven Ascheplatz spielen. Dass die Kinder und Jugendlichen trotzdem zu uns kommen und auch bleiben, spricht für die gute Arbeit, die hier geleistet wurde. Natürlich würde uns ein Kunstrasen gut tun. Wir könnten das auch stemmen, doch leider sind wir hinten dran. Warum auch immer?
Und wie beurteilen Sie die sportliche Situation?
Auch sehr gut. Vor einem Jahr ging es uns noch richtig schlecht. Dass wir jetzt in der Bezirksliga auf Platz vier stehen, ist sicher ein Verdienst des Trainers. Peter Kursinski macht hier einen tollen Job.
Schauen Sie auch schon ein bisschen höher, also eine Liga höher?
Ach, dass muss man abwarten. Klar ist aber, das wir zunächst einmal auf junge Spieler aus unserer eigenen Nachwuchsabteilung setzen. Sie müssen das Grundgerüst unserer ersten Mannschaft sein. Daran werden wir zusammen arbeiten. Mit großer Disziplin. Denn nur so geht es. Ich bin jetzt seit 1969 in Deutschland, und das Beste, was ich hier kennen gelernt habe, ist die Disziplin.
Sie verdienen ihre Brötchen mit Musik, als DJ sind Sie oft unterwegs. Ist das ein Problem bei der Vorstandsarbeit?
Überhaupt nicht. Ich kann auch von unterwegs den Kontakt halten, das ist in der heutigen Zeit ja überhaupt kein Problem mehr. Ich habe immer ein Laptop dabei, mein Handy ist immer an. Kommunikation findet also immer statt. Auch wenn ich mal nicht da bin.
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