"Der erste Schritt nach vorne"
20.06.2007 | 09:11 Uhr 2007-06-20T09:11:34+0200Mathias Kaiser möchte in Zukunft nicht mehr auf dem Spielfeld stehen.Er hofft für den VfL Winz-Baak auf Impulse von außen durch den neuen Trainer und Bochumer Spieler
FUSSBALL KREISLIGA B Der VfL Winz-Baak hat bekanntlich den Klassenerhalt in der Kreisliga B in der Relegation geschafft. Maßgeblich daran beteiligt war Mathias Kaiser mit zwei Toren im entscheidenden Spiel gegen RW Stiepel. "Ich hatte seit dem Jahr 2000 zwei Leistenoperationen und 2003 einen Kreuzbandriss und einen Meniskusabriss. Seitdem habe ich es immer wieder einmal probiert, aber gebracht hat das alles nichts", erklärt Mathias Kaiser, warum er eigentlich seit 2003 gar nicht mehr aktiv ist und nur aushelfen wollte. Aber nicht nur auf dem Spielfeld half der Rückkehrer erfolgreich aus. Zusammen mit Carsten Moritz sorgte Kaiser auch dafür, dass die Mannschaft sich kurz vor dem Saisonfinale noch einmal mit mehreren ehemaligen Spielern verstärken konnte, die dem Verein in dieser Notsituation helfen wollten.
"Carsten Moritz und ich haben zusammen am Platz gesessen und überlegt, ob man angesichts der schlechten Personallage nicht ehemalige Spieler noch einmal reaktivieren kann", erzählt Mathias Kaiser. "Wir haben das übernommen, worüber auch der neue Vorstand sehr froh war, weil er diese Kontakte nicht hatte." Gesagt, getan: Mathias Bruns, Oliver Heinrich, Kay Hachenberger liefen ebenso wie Kaiser selbst in der entscheidenden Saisonphase wieder auf. Und der VfL berappelte sich zusehends.
"Dass das so klappt, war ja nicht abzusehen. Wir hatten uns einfach vorgenommen, alles zu versuchen", ist Kaiser froh, dass unter dem Strich der Klassenerhalt bleibt. "Wenn wir abgestiegen wären, hätten wir in Winz-Baak den Riegel vorhängen können."
Und auch für die kommende Spielzeit hat sich das Engagement der ehemaligen Spieler schon ausgezahlt: Bis auf Mathias Kaiser werden alle Rückkehrer im Kader stehen. "Ich habe zumindest vor, nicht mehr zu spielen", sagt Mathias Kaiser mit einem Augenzwinkern. "Bei mir passt das gesundheitlich und zeitlich einfach nicht", erzählt der junge Vater Kaiser, der aus diesem Grund auch schon Anfragen für einen Posten als Jugendtrainer abgelehnt hat.
Aber auch ohne ihn hofft Kaiser auf eine bessere Zukunft für den VfL: "Der neue Vorstand hat die gute Entscheidung getroffen, mit Roland Zülke mal einen Trainer von außerhalb nach Hattingen zu holen. Ich habe ihn getroffen, und der Eindruck ist sehr gut. Zudem bringt er Spieler aus Bochum mit, und dass man auf die Dauer in Hattingen immer untereinander die Leute abwirbt, das kann halt nicht gut gehen. Das war der erste Schritt nach vorne."bis auf Mathias Kaiser zusammen bleiben: Die Mannschaft des VfL Winz-Baak.
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