Der elektronische Spielbericht kommt

Auf die Zeitnehmer kommt in den Spielen von der Landesliga  an in der neuen Spielzeit mehr  Arbeit zu.Foto:Manfred Sander
Auf die Zeitnehmer kommt in den Spielen von der Landesliga an in der neuen Spielzeit mehr Arbeit zu.Foto:Manfred Sander
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Hattingen/Sprockhövel..  Längere Zeit wurde darüber diskutiert, nun ist er beschlossene Sache: der elektronische Spielbericht für die Handballvereine. Ab der kommenden Saison wird er vom Handballverband Westfalen von der Landes- bis zur Oberliga eingeführt.

„Es dient als Erleichterung, weil der Bericht online ist und man während der Partien einen Live-Ticker sehen kann. Es hat sich in den hohen Ligen bewährt, deshalb hat sich der Verband dafür entschieden“, erklärt Roland Kosik, der im Handballkreis Industrie der Arbeitsgruppe für den elektronischen Spielbericht angehört. Im Bezirk Nord übernehmen auch schon drei Kreise die elektronische Version.

Im Bezirk Süd, also auch in Hattingen und Sprockhövel, betrifft die Neuerung ab September die Vereine. Der TuS Hattingen muss sich für sein Verbands- und Landesligateam auf die Änderung vorbereiten, die DJK Welper für ihre Landesligavertretung und die TSG Sprockhövel für die Landesliga-Damen. Auch im Jugendbereich greift die Änderung. Für alle unteren Spielklassen soll der elektronische Spielbericht später umgesetzt werden.

Für alle Vereine werden vom Verband Schulungen angesetzt. Dabei werden die Zeitnehmer, die sich um den elektronischen Spielbericht kümmern müssen, vorbereitet. Allerdings ist diese Schulung nicht mit einer Fortbildung für die Zeitnehmer gleichzusetzen, da lediglich die Neuerung angesprochen wird. „Es handelt sich nicht um einen Ersatzkurs für Zeitnehmer und führt nicht zur Verlängerung ihres Ausweises“, sagt Kosik.

In der ersten bis dritten Handball-Bundesliga ist der elektronische Spielbericht bereits Pflicht. Die Vereine übertragen die Spieldaten direkt ins Netz. Das sieht in den unteren Spielklassen in Hattingen und Sprockhövel zunächst anders aus. „Es verfügen nicht alle Hallen über einen Internetanschluss“, gibt Kosik zu Bedenken. In der Kreissporthalle gibt es einen guten Anschluss, woanders nicht. Das heißt, die Daten können während der Partie gar nicht online übertragen werden. So wird eine Offlineversion verwendet, von der aus der Spielbericht später im Zuge der Nachbereitung ins Internet gestellt wird.

Künftig mehr Transparenz

Die Onlineversion ist das Ziel, in dem alle Tore, die Torschützen, die Siebenmeter, Fouls und Zeitstrafen vermerkt sind. Vor Saisonbeginn müssen die Vereine für ihre Mannschaften einen genau benannten Kader zusammenstellen. „So wird auch transparenter, wer sich in einer Mannschaft eines Vereins festgespielt hat“, merkt Kosik an.

Natürlich kommt für die Vereine etwas Arbeit dazu. „Aber der elektronische Spielbericht führt insgesamt zu einer besseren Protokollführung, in der man den gesamten Spielverlauf verfolgen kann“, erklärt Kosik, der selbst schon als Zeitnehmer in der dritten Bundesliga Erfahrung gesammelt hat.

Er rät allen Vereinen, die neue Version in Freundschaftsspielen zu testen und zur Sicherheit den Papierbogen daneben zu legen. Denn: „Auf das Internet ist leider nicht immer Verlass.“