Der bittere Abstieg des AC Hattingen

Deniz Cevren (rechts) und seine Mannschaftskollegen des AC Hattingen spielten eine ordentliche Hinserie, kamen in der zweiten Saisonhälfte aber gar nicht mehr in den Tritt tritt und stiegen in die B-Liga ab.
Deniz Cevren (rechts) und seine Mannschaftskollegen des AC Hattingen spielten eine ordentliche Hinserie, kamen in der zweiten Saisonhälfte aber gar nicht mehr in den Tritt tritt und stiegen in die B-Liga ab.
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Hattingen..  Vor der Saison hätten mit dem Abstieg des AC Hattingen aus der Fußball-Kreisliga A in die B-Liga wohl nur sehr wenige gerechnet. Auch wenn der Kader der Mannschaft von Trainer Karim Amrouch recht klein war, so schien die Qualität vorhanden um in der Liga eine ordentliche Rolle zu spielen.

Und in der Hinrunde war es auch noch so. Mit 23 Punkten beendete der AC die erste Saisonhälfte auf Platz acht, mit nur zwei Punkten auf die bestplatzierte Hattinger Mannschaft, den TuS Hattingen. „Der Start war etwas holprig“, sagt AC-Geschäftsführer Ömer Sari. „Das hatte natürlich auch mit dem Umzug an die Waldstraße zu tun. Aber wir haben uns tapfer geschlagen“

Das eigentlich ruhiges Fahrwasser, in dem sich die Hattinger bewegten, wartete dann aber mit einigen Wellen auf den ACH. Die Windrichtung änderte sich und ab dem 16. Spieltag ging es nur noch Flussabwärts Richtung Tabellenkeller.

Die Vorkommnisse des 16. Spieltags, als die Partie des AC gegen die Zweitvertretung des SV Herbede abgebrochen wurde und anschließend Ömer Akkan, sowie Cetin Aydin schwere Strafen aufgebrummt bekamen, waren auch daran schuld, dass die Hattinger so sehr abstürzten. Dass die Strafe von Ömer Akkan mehrere Monate später doch noch zurückgenommen wurde, spendete im Nachhinein nur wenig Trost, den da befanden sich die Hattinger schon längst im Abstiegsstrudel.

„Nach dem Spiel gegen Herbede und den zu Unrecht ausgesprochenen Sperren wurde unser Spiel gegen Rot-Weiß Stiepel von mehreren Offiziellen des Kreis Bochum beobachtet und uns wurde gesagt, dass die Partie bei der kleinsten Aktion abgebrochen wird“, erklärt Ömer Sari. „Das hat uns natürlich auch verunsichert. Gegen Stiepel haben wir dann auch gleich mit 0:5 verloren.“

Aber nicht nur durch die Strafen, auch durch Verletzungen sank die Qualität des Kaders. Filipp Andreew, der mit Ömer Akkan ein kongeniales Sturmduo bildete, fiel aufgrund zweier Bänderrisse für fast die gesamte Rückrunde aus. Und auch Cetin Aydin konnten die Hattinger nicht adäquat ersetzen. „In den letzten Wochen war dann auch die Trainingsbeteiligung schlecht“, sagt Ömer Sari. „Die Moral war unten. Hätten wir die gesamte Saison vernünftig trainiert, hätten wir die Klasse gehalten.“

Nun aber steht der Abstieg seit einigen Wochen fest. Wie es bei dem 2010 gegründeten Verein weitergeht ist aber noch offen. Mit Daniel Ehrhard, Mehti Kocak und Mohammed Patir haben sich schon drei Spieler abgemeldet. „Ich gehe aber davon aus, dass wegen der verspäteten Post noch einige weitere Abmeldungen dazu kommen. Es ist ja kein Geheimnis, dass wohl mehrere Spieler aus unserem Kader den verein wechseln wollen.“