Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Interview mit Detlef...

Den SuS im Herzen

11.08.2009 | 13:51 Uhr

Mit einem neuen Trainer startet Bezirksliga-Absteiger SuS Niederbonsfeld am kommenden Wochenende in die Saison. Mit Detlef Pehlke (48) sprach Sportredakteur Heiner Wilms.

Mit einem neuen Trainer startet Bezirksliga-Absteiger SuS Niederbonsfeld am kommenden Wochenende in die Saison. Mit Detlef Pehlke (48) sprach Sportredakteur Heiner Wilms.

Die Trennung von Volker Knappheide kam ja recht kurzfristig. Was waren denn nun die Gründe?

Detlef Pehlke trainiert jetzt die erste Mannschaft des SuS Niederbonsfeld.

Pehlke: Es ist nicht mein Ding, so etwas zu kommentieren. Aber Volker Knappheide war sehr ehrgeizig und hatte sehr hohe Ziele. Und da hat es ihm wohl nicht gepasst, dass sich kurzfristig noch zwei Spieler abgemeldet haben.

Und dann ist der Verein gleich auf Sie zugekommen?

Genau. Ich habe inzwischen ja auch meine Erfahrungen als Trainer gemacht. Ich trainieren hier seit sechs Jahren die zweite Mannschaft. Und weil der SuS Niederbonsfeld für mich eine Herzensangelegenheit ist, habe ich schnell zugesagt. Ich liebe diesen Verein, und da ist es doch ein Traum, wenn man die erste Mannschaft trainieren darf. Und ich habe ja fast ausschließlich für diesen Verein gespielt. In der Jugend habe ich mal ein Jahr in Kupferdreh gespielt, weil wir hier keine A-Jugend hatten. Und als Senior war ich dann drei Jahre beim SV Heidhausen und zwei Jahren beim ASV Werden.

Der SuS ist gerade aus der Bezirksliga abgestiegen. Mit welchen Zielen gehen Sie in die künftige Saison?

Ich gebe keine Prognose ab. Würde ich das tun, dann stünde die Mannschaft gleich unter Druck. Und das will ich auf gar keinen Fall.

Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

Ich bin sehr zufrieden. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, denn die Mannschaft wächst immer mehr zusammen. Wir haben auch ein dreitägiges Trainingslager am Sorpesee gemacht. So etwas ist gut fürs Team-Building.

Sie haben über Jahrzehnte für den SuS gespielt und dabei viele Trainer kennengelernt. Von welchem haben Sie am meisten gelernt?

Man kann von jedem Trainer viel lernen. Aber meine erfolgreichste Zeit hier in Niederbonsfeld hatte ich sicher mit Ernst Bayer. Da sind wir wiederholt Stadtmeister geworden, in die Bezirksliga aufgestiegen und fast auch in die Landesliga.

Ernst Bayer hat von Ihren fußballerischen Qualitäten immer extrem viel gehalten. Er hat aber auch einmal gesagt, dass er manchmal ein bisschen an Ihnen verzweifelt sei. Nämlich deshalb, weil er Sie für einen Fußballer hielt, der auch einige Klassen höher hätte spielen könnte. Warum hat das nicht geklappt?

Ich weiß es nicht. Irgendetwas wird mir ja wohl gefehlt haben. Vielleicht war es der letzte Ehrgeiz, die letzte Einstellung. Ich bereue aber nichts. Ich habe hier eine tolle Zeit gehabt und durch den Fußball viele Freunde gewonnen.

Und mit 41 haben Sie dann aufgehört. Viele sagen, dass sei noch zu früh gewesen.

Info
Verstärkungen aus der Reserve

Vier Spieler haben den SuS Niederbonsfeld verlassen – nämlich Dominik Rauch, Fabian Haneke, Innocent Melkam und Fredy Okoronkwo.

Die Zugänge kommen  fast alle aus der zweiten Mannschaft. Dazu zählen Sebastian Schreiner, Marc Liesenfeld, Markus Stinnen, Frank Schneider und Wolfgang Gathmann. Außerdem zum Kader der Erstvertretung gehören jetzt Talent Hartmut Brand und der 39-jährige Routinier Dirk Moritz (früher TSK Essen).

Nein, nein. Ganz so ist das auch nicht. Man merkt schon, dass man älter wird, dass der Körper nicht mehr richtig mitmacht. Und irgendwann muss man dann halt den Schlussstrich ziehen. Das habe ich dann getan.

Letzte Frage: In Niederbonsfeld ruft man Sie nur Männi. Wie kommt dieser Spitzname zustande?

Ich habe früher mit Leuten wie Uwe Krause zusammen gespielt und war in der Mannschaft immer der Jüngste und auch der Kleinste. Ich war halt der kleine Mann in der Mannschaft, das Männlein. Und weil das zu lang war, wurde daraus der Männi.

Heiner Wilms

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/83554/create

Aktuelle Fotos und Videos
Aufstieg geschafft
Bildgalerie
Fußball
Chancen gewahrt
Bildgalerie
TSG Sprockhövel
Spannendes Derby
Bildgalerie
Handball Landesliga
Starkes Spiel
Bildgalerie
TSG
Aus dem Ressort
Die TSG Sprockhövel steigt in die Oberliga auf
Fußball
Die Mannschaft von Trainer Lothar Huber bezwingt den TuS Ennepetal mit 1:0. Ausnahmezustand im Stadion Baumhof nach Xhino Kadius Tor des Tages.
TuS Hattingen siegt im Derby gegen Hedefspor
Fußball
Das Team von Marius Kundrotas gelingt ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf - Hedef setzt Negativtrend fort