Das ganze Dorf fiebert mit den Sportfreunden

Im Auswärtsspiel gegen die VSF Amern wollen die Sportfreunde Niederwenigern den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.Foto:Walter Fischer
Im Auswärtsspiel gegen die VSF Amern wollen die Sportfreunde Niederwenigern den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer

Hattingen..  Nachspielzeit für die Sportfreunde Niederwenigern. In der Relegationsrunde soll jetzt das nachgeholt werden, was in der regulären Saison um Haaresbreite verpasst wurde. Niederwenigern will die Zugehörigkeit zur Niederrhein-Landesliga für ein weiteres Jahr sichern. Und das ganze Dorf fiebert mit.

Drei Mannschaften sind in der Relegationsrunde vertreten, eine steigt am Ende ab. Diese Mannschaft wollen die Sportfreunde auf gar keinen Fall sein, und Jürgen Margref ist sich eigentlich auch sicher, dass es für die Wennischen gut ausgeht. „Ich denke, dass wir die beste von diesen drei Mannschaften sind“, sagt der Trainer, der inzwischen auch Informationen über die Gegner VSF Amern und Grün-Weiß Wuppertal eingeholt hat. Mit dem Auswärtsspiel gegen Amern (Anstoß: 19.30, Bahnhofstraße 9, Schwalmtal) geht es am Mittwoch los.

Anstrengend wird wahrscheinlich schon die Anreise. Die Gemeinde Schwalmtal liegt in der Nähe von Mönchengladbach zwischen Viersen und Netteteal. Bei der VSF Amern handelt es sich um einen Dorfverein im positiven Sinn, ganz ähnlich wie bei den Sportfreunde Niederwenigern. Amern verfügt über eine gewachsene Mannschaft, die den Weg von der Kreisliga A in die Landesliga zurücklegte. Inzwischen sind viele Akteure aber etwas in den Jahre gekommen. Prioritäten wurden neu gesetzt, viele Spieler denken jetzt auch an ihre berufliche Karriere.

Zu Beginn der Rückrunde hatte Amern den Klassenerhalt fast schon abgeschrieben. Doch Trainer Rainer Bruse brachte seine Mannschaft zurück in die Spur. Er richtete sie nun offensiver aus, und letztlich wurde die direkten Abstiegsplätze dann doch noch verlassen. In den letzten sechs Saisonspielen blieb Amern ungeschlagen - gewann dreimal und spielte dreimal unentschieden. Auffälligster Spieler ist wohl René Jansen, der in der Saison achtmal getroffen hat und als sehr guter Konterspieler gilt. Als Torjäger galt in der Vergangenheit auch der Grieche Konstantinos Agathagelidis, doch zuletzt lief es bei ihm nicht mehr so gut.

Christopher Weiß wieder verletzt

Ganz anders als bei der VSF Amern war die Entwicklung bei Grün-Weiß Wuppertal, das den Klassenerhalt eigentlich schon so gut wie sicher hatte, auf der Zielgeraden der Saison dann aber völlig einbrach. Die letzten fünf Spiele haben die Wuppertaler verloren, und nach dem 1:5 gegen den Düsseldorfer SC am letzten Spieltag der Saison rutschten sie dann noch auf einen Relegationsplatz ab. Doch die Grün-Weißen werden sich in den Entscheidungsspielen sicher noch einmal zusammenreißen, wovon auch Niederwenigerns Trainer ganz fest ausgeht. „Wir müssten ja verrückt sein, wenn wir in so wichtigen Spielen eine von diesen Mannschaften unterschätzen würden. Wir wissen schon, was da auf uns zukommt“, sagt Jürgen Margref, dessen Enttäuschung sich nach dem dramatischen Saisonfinale inzwischen gelegt hat. „Uns hat ja nur eine Minute gefehlt“, blickt Margref noch einmal auf den späten 1:0-Sieg von Wesel-Lackhausen zurück. „Natürlich waren wir ein bisschen geknickt, als wir das Ergebnis erfahren haben. Doch das ist Vergangenheit. Jetzt freue ich mich auf diese Spiele.“

Auch vor den wichtigen Relegationsspielen bleibt den Sportfreunden das Verletzungspech treu. So brach sich Christopher Weiß am Montagabend im Training erneut den Mittelfuß. Außerdem fehlen Konstantin Konrad (USA-Reise) und Christopher Weusthoff, der in die Flitterwochen aufgebrochen ist. Und zusehen muss auch Fabian Lümmer, der das zweite Spiel seiner Rot-Sperre absitzt. Der Torjäger kann aber noch ganz wichtig werden. Zwar noch nicht am Mittwoch, aber im zweiten Spiel gegen Grün-Weiß Wuppertal.