Claus will bis zum Saisonende durchhalten

Max Claus kehrte im Winter zur TSG Sprockhövel zurück. Nach den ersten Trainingseinheiten stellten sich aber Beschwerden ein.Foto:Svenja Hanusch
Max Claus kehrte im Winter zur TSG Sprockhövel zurück. Nach den ersten Trainingseinheiten stellten sich aber Beschwerden ein.Foto:Svenja Hanusch
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Sprockhövel..  Was für ein Einstand. Bei seinem ersten Einsatz in der Startelf des Fußball-Oberligisten TSG Sprockhövel traf Max Claus schon nach 45 Sekunden. Doch ob der Torjäger auch in den nächsten Spielen dabei sein kann, ist nicht sicher.

Max Claus klagt schon seit Beginn der Rückrunde über Schmerzen im linken Knie. Eigentlich wäre eine Operation nötig. Einen Termin gab es für den Eingriff auch schon - den 16. April. Doch den hat Max Claus jetzt verschoben. Er wird sich erst im Sommer einem Eingriff unterziehen.

„Zuletzt ging es ja halbwegs“, sagt der Stürmer, der in der Winterpause von Hedefspor zur TSG gewechselt war. Doch nach den ersten Trainingseinheiten stellten sich Schmerzen ein. Ein Grund dafür könnte die Umstellung von Asche auf Kunstrasen sein, vermutet Claus, der bei Hedefspor nie lange verletzt war. Da gab es zwar auch einmal Probleme mit der Achillessehne, doch die bekam er schnell in den Griff. „Eine Knieverletzung hatte ich noch nie“, sagt Claus. „Und mich hat verrückt gemacht, dass ich nicht wusste, worauf die Schmerzen zurückzuführen sind. Und schlimm war auch, dass ich nicht wusste, wie lange die ganze Sache dauern wird. Wenn man weiß, dass man zwei Wochen aussetzen muss, dann kann man damit leben. Doch wenn ein Ende nicht absehbar ist, dann ist das nur sehr schwer zu ertragen.“

Wenn es geht, will Claus die Saison also bis zum Ende durchspielen. „Der Arzt hat mir gesagt, dass keine Spätfolgen drohen, wenn ich jetzt spiele“, so Claus. „Wäre es anders, dann würde ich mich natürlich sofort operieren lassen.“

Frühes Tor in Dortmund

Das Spiel am Ostermontag hat der 23-Jährige richtig genossen. Natürlich auch deshalb, weil er schon nach 45 Sekunden für seine Mannschaft getroffen hat. Letztlich sollte es das einzige Tor des Spiels bleiben. Die Sprockhöveler besiegten den ASC Dortmund mit 1:0. Drei ganz wichtige Punkte waren das, und der erste Sprockhöveler Auswärtssieg zudem. „Ich bin natürlich glücklich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte“, sagt Claus, der dann aber anfügt: „Das war ein Erfolg der ganzen Mannschaft. Alle haben unglaublichen Einsatz gezeigt, alle haben unglaublich gekämpft.“

Auch Claus gab in diesem Spiel alles, doch nach 70 Minuten war dann für ihn Schluss, da ließ er sich auswechseln. „Ich war völlig fertig“, sagt er. „Da ging gar nichts mehr. In der Oberliga ist die Belastung natürlich höher als in der Landesliga. Auch das Training ist intensiver.“

Max Claus schaut jetzt von Tag zu Tag. Er achtet darauf, wie das Knie reagiert. Am Tag nach dem Spiel gegen Dortmund fiel das Laufen nicht ganz so leicht, doch mit der Zeit, das weiß er aus Erfahrung, klingen die Schmerzen wieder ab.

Sprockhövels Trainer Robert Wasilewski freut sich natürlich darüber, dass er eine Alternative für die Offensive hat. Allerdings sagt er auch: „Wir müssen jetzt vorsichtig sein, wir müssen das Training etwas dosieren. Vielleicht müssen wir Max auch ein bisschen bremsen.“

Etwas Zurückhaltung im Training also, doch im Spiel will sich Claus weiterhin voll reinhängen. Er ist kein Schönspieler, er ist ein Kämpfer, der sich für die Mannschaft voll reinhängt. „Max arbeitet vorne enorm viel“, sagt Wasilewski. „Er ist kopfballstark, und man kann ihn immer anspielen, weil er einen Ball behaupten kann. Er kann noch sehr wichtig für uns werden.“