Chaos in der Runde der letzten Vier

Am Ende eines turbulenten Turniers sicherte sich der TuS Hattingen den Titel durch ein 1:0 über Blankenstein-Welper.
Am Ende eines turbulenten Turniers sicherte sich der TuS Hattingen den Titel durch ein 1:0 über Blankenstein-Welper.
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Hattingen..  Am Wochenende ging die Fußball-Hallenstadtmeisterschaft der D-Junioren im Schulzentrum Holthausen über die Bühne. Die erste Mannschaft des Ausrichters TuS Hattingen siegte im Finale über die SG Blankenstein-Welper. Doch das Turnier wurde in den Halbfinalspielen von einigen Tumulten überschattet.

Bis nach der Zwischenrunde war die Stimmung gut, die Zuschauer hatten auch schon einige schöne Tore gesehen. Doch in der Endrunde ging es heiß her. Denn beide Halbfinals endeten unentschieden. So kam es sowohl zwischen dem TuS Hattingen und den Sportfreunden Niederwenigern als auch zwischen der SG Blankenstein-Welper und den Sportfreunden II zum Entscheidungsschießen. Der TuS und die SG gewannen mit 6:4 und 4:1 – aber dann gab es Chaos..

Das Regelwerk sieht beim Entscheidungsschießen eine vorgeschriebene Distanz von neun Metern vor. Die Regeln wurden von den verantwortlichen Stellen auch an den Ausrichter geschickt. Doch dem TuS Hattingen lag dabei ein Regelwerk vor, in dem acht Meter festgesetzt waren. Daraufhin gab es einen Einspruch seitens der ersten Mannschaft der Sportfreunde. Bereits vor dem Entscheidungsschießen hatte es von deren Trainern einen Hinweis gegeben, den die Turnierleitung aber nicht annahm und auf ihr Regelwerk verwies. Auf Initiative von Eltern kam dann aber der Einspruch nach beiden Halbfinalspielen.

Die Turnierleitung entschied, beide Entscheidungsschießen wiederholen zu lassen, was für lautstarke Unruhe sorgte. Der TuS gewann wiederum beim nun korrigierten Neunmeterschießen mit 6:5. Die Spielgemeinschaft aber unterlag der Reserve der Sportfreunde mit 2:3. So hätte es eine neue Finalpaarung gegeben. Doch nun kam seitens der SG ein Einspruch, weil Niederwenigern nicht denselben Torwart im Neunmeterschießen einsetzte. Auch dieser Hinweis kam bereits vor der Wiederholung und wurde von der Turnierleitung abgelehnt. Nach Rücksprache mit dem Vorstand vom Fußballkreis Bochum gab es allerdings keine eindeutige Entscheidung. Die beiden Mannschaften einigten sich auf erneute Wiederholung, die von der SG wiederum mit 4:3 gewonnen wurde.

Die Sportfreunde holten sich den dritten Platz gegen ihre Reserve und der TuS gewann das Finale 1:0 gegen die SG Blankenstein-Welper. „Es hätten einige Dinge nicht passieren dürfen, es lag im Endeffekt auf euren Schultern. Aber ihr seid trotz allem fair gewesen. Auch anfangs wart ihr selbst ruhig, die Emotionen kamen von woanders“, sagte Daniel Märker aus der Turnierleitung in Richtung der Spieler.