Brisantes Derby am Schlagbaum

Umkämpft war das Hinspiel an der Munscheidstraße. Am Ende setzte sich Hedefspor gegen Obersprockhövel mit 1:0 durch.Foto:Klaus Pollkläsener
Umkämpft war das Hinspiel an der Munscheidstraße. Am Ende setzte sich Hedefspor gegen Obersprockhövel mit 1:0 durch.Foto:Klaus Pollkläsener
Foto: WAZ-FotoPool

Sprockhövel/Hattingen..  Das Landesliga-Derby steht an: Der SC Obersprockhövel erwartet am Sonntag Hedefspor Hattingen. In diesem Spiel treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich zuletzt in ganz starker Form präsentiert haben.

Für Obersprockhövel setzte es zwar eine 3:4-Niederlage, doch die kam gegen den souveränen Tabellenführer SV Brackel zustande. Und so ist es gekommen, wie es SCO-Trainer Sascha Höhle im Vorfeld der Partie schon vermutet hatte. Weil zeitgleich Schwarz-Weiß Wattenscheid gegen den SV Herbede gewann, beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nur noch sechs Punkte. Und es könnten am Sonntagabend noch weniger sein, denn wenn man den Tabellenstand zu Grunde legt, dann spricht einiges für Hedefspor. So sieht es auf jeden Fall Hedefspor-Trainer Holger Aden. „Wir sind Tabellenzweiter, der SCO steht auf Rang neun. Wir sind der Favorit“, sagt der ehemalige Profi und fügt dann mit einem Lachen an. „Wie es nach dem Spiel aussieht, weiß ich natürlich nicht.“

Holger Aden sagt weiterhin, dass ihn die aktuelle Platzierung nicht interessiere. Er schaue immer nur auf den nächsten Gegner und denke nicht darüber nach, dass es am Ende der Saison über Platz zwei noch in die Westfalenliga gehen könnte. Auf die Frage, was denn die Mannschaft denke, antwortet er dann mit seinem trockenen Humor: „Eine Mannschaft muss immer das denken, was der Trainer denkt.“

Aber natürlich denkt auch Aden insgeheim über Platz zwei nach. Er sieht seine Mannschaft aber in einer komfortablen Situation. „Wir machen uns keinen Druck“, sagt er. „Ich habe aber gehört, dass Sodingen auf jeden Fall noch auf Platz zwei will, also hat Sodingen Druck. Doch wenn wir jetzt alle Spiele gewinnen, kann Sodingen gar nichts machen.“ Zunächst muss Hedefspor aber die Hürde Obersprockhövel überspringen. Dieser Versuch wird ohne den Kapitän gestartet, denn Yavuz Derin fehlt wegen seiner zehnten Gelben Karte.

Auch der SCO ist nicht komplett. Torwart Stefan Gosing wird mit Sicherheit fehlen, und darüber hinaus gibt es noch einige Wackelkandidaten. Doch SCO-Trainer Sascha Höhle ist davon überzeugt, eine starke Mannschaft in das Derby schicken zu können. „Ich glaube, dass wir am Sonntag gewinnen“, sagt Höhle, der dann aber schnell klarmacht, dass er Hedefspor für eine der stärksten Mannschaften der Liga hält. Aber die Spielweise der Hattinger könnte dem SCO zu Gute kommen, glaubt Höhle. „Hedefspor ist eine Mannschaft, die offensiv ausgerichtet ist. Das ist eine Mannschaft, die mitspielt“, sagt Höhle. Und solche Mannschaften liegen uns.“

Zuletzt beobachtet hat Höhle den aktuellen Gegner beim 5:1-Sieg gegen den SC Husen-Kurl. Das klare Ergebnis gegen den Tabellenletzten hat natürlich nur wenig Aussagekraft, doch aufgefallen sind Höhle die Offensivqualitäten der Hattinger. Florentin Cheuffa, Nils Güntner, Serkan Aydin und Orhan Yigit – das sind durch die Bank sehr starke Spieler“, sagt Höhle. „Ich bin mir sicher, dass es am Sonntag ein hervorragendes Spiel gibt, und ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen werden.“

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