Bonsfeld bietet mehr als nur Fußball

Trainer Robin Thielemann (rechts) mit Spielern aus der Nachwuchsgruppe des SuS Niederbonsfeld.Foto:Speckenwirth
Trainer Robin Thielemann (rechts) mit Spielern aus der Nachwuchsgruppe des SuS Niederbonsfeld.Foto:Speckenwirth
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Hattingen..  Der SuS Niederbonsfeld ist für seine Fußballabteilung bekannt. Doch er bietet mehr. Denn an der Kohlenstraße treffen sich regelmäßig etwa 30 Badmintonspieler. Robin Thielemann arbeitet zurzeit daran, die Jugendgruppe zu vergrößern.

Der 18-Jährige hat selbst vor sieben Jahren beim SuS mit Badminton angefangen. Mittlerweile spielt er bei den Erwachsenen mit und trainiert den Nachwuchs. Das sind acht Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren, die Robin Thielemann vor allem noch in ihren Grundlagen stärken möchte. Denn dort besteht noch Bedarf, damit sich der Nachwuchs verbessert und so reibungslos den Übergang zu den Erwachsenen schaffen kann. „Mein Ziel ist es, auch Konditionstraining oder Dehneinheiten einzubauen und das Stellungs- und Laufspiel zu verbessern“, sagt Thielemann.

Die ehemalige Trainerin Julia Günther, die im vergangenen Jahr die Gruppe nicht mehr leiten konnte, legte viel Wert auf das Spiel an sich. Dabei lernten die Kinder zwar auch ihre Schlagtechniken, blieben aber weitestgehend auf einem Level. Dieses Level möchte Robin Thielemann nun anheben und auf dem bereits Vorhandenen aufbauen. Nebenbei möchte er auch versuchen, die Gruppe zu vergrößern. Denn manche Kinder haben sie verlassen, dafür sind ein paar neue dazu gekommen. „Sie lernen jetzt, wie sie den Schläger halten müssen und wie sie sich auf dem Feld zu bewegen haben“, erklärt der Trainer.

Ligamannschaft vorerst kein Thema

Das kleine Honorar, das er erhält, möchte er für kleine Turniere auch wieder in den Verein investieren. So plant Thielemann zu besonderen Anlässen kleine Wettkämpfe, damit der Nachwuchs Spielpraxis erhält und erste Wettkampferfahrungen sammeln kann. Bisher gab es das schon einmal im Jahr, nämlich beim Weihnachtsturnier. „Dabei können die Kinder auch sehen, wie sie sich verbessern können“, so der Trainer, der selbst mal in einer Mannschaft gespielt hat. „Das ist nicht so leicht, daher sollen die Kinder es nach und nach lernen.“ Eine weitere Überlegung, die er noch im Hinterkopf hat, ist eine Kombination aus einem Jugend- und einem Erwachsenenturniers. „So können die jungen Spieler mal sehen, wie die Großen spielen und werden motiviert, am Ball zu bleiben“, sagt er.

Die Badmintonspieler beim SuS bewegen sich allerdings nur im Hobbybereich. So soll es nach Ansicht von Robin Thielemann auch bleiben. Eine Ligamannschaft ist zurzeit noch kein Thema. Dafür müsste die Gruppe noch wachsen. Das möchte der Übungsleiter aber mit Werbung an Schulen und mit Flyern erreichen.

Das nächste Ziel ist zunächst ein gutes Abschneiden bei der Stadtmeisterschaft, die im Mai oder Juni ausgetragen wird. Auch dort versucht Robin Thielemann, sich bei der Organisation mit einzubringen. „Vielleicht kann es für die Jüngeren auch neben Medaillen zum Anreiz Pokale geben“, sagt er.

Dem SuS-Vorstand gefällt das Engagement des jungen Übungsleiters. Dadurch blieb die Jugendgruppe bestehen und erlebt nun möglicherweise einen kleinen Aufschwung. Dann ist der SuS demnächst vielleicht auch für Badminton bekannt.