Bernd Vatter warnt vor Übermut

Überwiegend gab es Grund zur Freunde: Im Hintergrund jubelt Jens Berger, doch sein Trainer bleibt verhalten.Foto:Fischer
Überwiegend gab es Grund zur Freunde: Im Hintergrund jubelt Jens Berger, doch sein Trainer bleibt verhalten.Foto:Fischer
Foto: Fischer / WAZ FotoPool

Hattingen..  Der TuS Hattingen II spielt bisher eine starke Saison. Die Belohnung für die Mannschaft von Trainer Bernd Vatter: Platz vier zum Jahreswechsel. Der Coach warnt allerdings vor Selbstzufriedenheit, es gebe noch viel Arbeit.

Die Ausgangssituation

Im Sommer sah es nicht unbedingt nach einem Platz im vorderen Tabellendrittel aus. Mit Sven Schmitz, Matthias Sinnemann und Jonas Schäffer hatte die TuS-Reserve gleich drei Leistungsträger an die erste Mannschaft abgegeben. Jugendspieler sollten die Lücken füllen. Man stellte sich auf Abstiegskampf ein.

Die Höhepunkte

„Sicherlich war der gute Start wichtig“, sagt Bernd Vatter. Aus den ersten drei Spielen holte der TuS fünf Punkte, dabei war ein Unentschieden beim Mitfavoriten und derzeitigen Tabellenführer TuS Bommern. „Das war für den Kopf wichtig.“ Erst dann gab es den ersten Wackler bei der Heimniederlage gegen den TuS Ickern. Ansonsten wurde konstant gespielt und gewonnen.

Die Tiefpunkte

Bis Anfang Dezember blieb die Pleite gegen Ickern die einzige. Mit weiterreichenden negativen Folgen war allerdings der eigentlich triumphale 28:19-Derbysieg in Welper verbunden. Denn da verletzte sich bekanntlich Rückraumspieler Lennart Cammann schwer am Knie, und sein Ausfall hatte auch Auswirkungen auf andere Spieler, die mit ihm gut eingespielt waren. Und je näher der Jahreswechsel rückte, desto deutlicher zeigte sich, dass Bernd Vatter zu recht warnt. 91 Treffer kassierten die Hattinger in diesen drei Partien. Das war Vatter zu viel, auch wenn einer der Gegner bei den beiden Niederlagen der Mitfavorit FC Schalke 04 war.

Die Aussichten

Man erinnere sich an die vergangene Saison. Da spielte der TuS als Aufsteiger bis zum Winter eine furiose Runde. Die jungen Himmelsstürmer schienen in der Landesliga angekommen. Es ging nicht so weiter: Am Ende mussten sie sich selbst für den Klassenerhalt noch ordentlich strecken. Schon als es gut lief, hatte Bernd Vatter immer wieder gemahnt. Das hält er auch weiterhin so. „Wir müssen noch eine Menge tun, damit wir uns frühzeitig sicher fühlen können.“ Dieser Zustand sei bei ihm erst bei 24 Punkten erreicht. „Denn einige Mannschaften stellen sich für die Rückrunde neu auf.“ Bislang hat der TuS 15 Punkte auf dem Konto. Dass seine Mannschaft einen Schritt nach vorne getan hat, denkt Vatter allerdings schon. Das sei vor allem der mannschaftlichen Geschlossenheit zu verdanken. „Wir haben die Abgänge von Sven Schmitz, Matthias Sinnemann und Jonas Schäffer gut kompensiert“, sagt er, um dann gleich wieder zu mahnen. „Aber das geht auch nur, wenn jeder 100 Prozent bringt.“ Seine Spieler sollten sich die Worte des Trainers nach den Erfahrungen der vergangenen Saison zu Herzen nehmen.