Balaika-Elf gewinnt nach Zugabe

Tim Dudda (rechts) und Max Claus gehörten im Spiel gegen Hedefspor zu den Torschützen der TSG.Foto:Volker Speckenwirth
Tim Dudda (rechts) und Max Claus gehörten im Spiel gegen Hedefspor zu den Torschützen der TSG.Foto:Volker Speckenwirth
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Sprockhövel/Hattingen.. TSG Sprockhövel -
Hedefspor Hattingen 7:3

„Ich will sehen, dass die Jungs sich qüalen können - und das haben sie heute gezeigt“, sagte TSG-Trainer Andrius Balaika nach der Verlängerung von zweimal 15 Minuten. Eine konträre Meinung hatte Hedef-Trainer Holger Aden: „So etwas nach vier Tagen Training. . .“

Wie dem auch sei, Tatsache ist, dass sich die TSG Sprockhövel erst in der Verlängerung aufgrund der besseren physischen Verfassung gegen Hedefspor durchsetzen konnte. Vier Tore erzielte das Balaika-Team in der Zugabe.

Über die vorangegangenen 90 Minuten war Hedefspor mindestens ebenbürtig - und ging sogar zweimal in Führung. Das erste Tor der Partie besorgte Afeez Yaya Ola mit einer sehenswerten Direktabnahme kurz vor der Pause. Erst in der 58. Minute konnte die TSG durch den wieder einmal überragenden Max Claus ausgleichen – es sollte nicht sein einziger Treffer bleiben. Als Simon Bukowski in der 60. Minute zur Führung traf, hatte Sprockhövel das Spiel binnen zwei Minuten gedreht. Doch Hedefspor schlug zurück - doppelt. Erst traf Deniz Gül per Kopf zum Ausgleich, dann gelang dem quirligen Christian Oupa Tock der Führungstreffer. Als alles nach einer Überraschung aussah, beförderte der stark aufspielende Tim Dudda das Spielgerät per direktem Freistoß aus knapp 30 Metern in die Maschen.

Als der Stadionsprecher nach 90 Minuten die dreißigminütige Verlängerung ankündigte, sorgte er bei vielen für Unverständnis. Und auch den Akteuren war die hohe Belastung deutlich anzumerken. Die Partie wurde fahriger, es häuften sich die Fehlpässe. Als Kadir Can Akgül und Max Claus eine Zwei-Tore-Führung für die TSG herausschossen, war klar, dass Hedefspor die Partie nicht mehr würde drehen können. In der 115. Minute traf Tim Dudda mit einem Distanzschuss zum 6:3, ehe Claus eine Minute vor Schluss mit einem ebenfalls sehenswerten Treffer aus 20 Metern den Endstand herstellte.

„Mit den 90 Minuten bin ich sehr zufrieden“, sagte Holger Aden. Tatsächlich war zwischen seinem Team und der TSG kein Klassenunterschied zu spüren. Das dürfte den Trainer vor dem Auftakt der ersten Westfalenliga-Spielzeit in Hedefspors Geschichte beruhigt haben. „Es haben noch einige gefehlt, bei denen entweder noch Gesprächsbedarf besteht, die im Urlaub oder verletzt sind. Da kommen noch einige“, sagte der Coach.

Balaika indes war mit dem gesamten Spiel seines Teams zufrieden - nur bei zwei Standards habe die TSG nicht aufgepasst. „Wir wollten das Spiel immer gewinnen - und das haben wir gezeigt“, sagte Balaika.

Tore: 0:1 Afeez Yaya Ola (32.), 1:1 Max Claus (58.), 2:1 Simon Bukowski (60.), 2:2 Deniz Gül (66.), 2:3 Christian Oupa Tock (73.), 3:3 Tim Dudda (79.), 4:3 Kadir Can Akgül (95.), 5:3 Max Claus (103.), 6:3 Tim Dudda (115.), 7:3 Max Claus (119.).
TSG: Benz, Erdelt, Kwadwo, Dudda, Ciccarelli, Maldea, Karaca (46. Bukowski), Janicki, Claus, Heiserholt (70. Tank), Wasilewski.
Hedef: S. Aydin, Späthe, Derin, Yaya Ola, Gül, Bergheim (61. Altuntas), Dilek (53. Turkyilmaz), Yigit, Osma, Karisik, Oupa Tock.