Aus Fußball wird Futsal

Noch nach den alten Hallenfußball-Regeln gewannen die Sportfreunde Niederwenigern im vergangenen Jahr das Turnier. Neben Hedefspor Hattingen sind auch in diesem Jahr wieder in der Favoritenrolle.Foto:Uwe Möller
Noch nach den alten Hallenfußball-Regeln gewannen die Sportfreunde Niederwenigern im vergangenen Jahr das Turnier. Neben Hedefspor Hattingen sind auch in diesem Jahr wieder in der Favoritenrolle.Foto:Uwe Möller
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen..  13 Mannschaften nehmen am Wochenende beim „Sparkassen-Cup Fußball“ das Rennen um die Hattinger Stadtmeisterschaft auf. Los geht es in der Halle des Schulzentrums Holthausen am Samstag um 13 Uhr mit der Partie SuS Niederbonsfeld gegen FC Sandzak Hattingen. Das Finale wird am Sonntag um 16.30 Uhr angepfiffen.

Hattingens Fußballer müssen sich in der aktuellen Hallenrunde auf neue Rahmenbedingungen einstellen. Denn gespielt wird nach den Futsal-Regeln, die das Spiel schneller machen sollen. Bei der Stadtmeisterschaft der Reserve-Mannschaften und in einigen Jugendklassen wurde nach diesen Regeln schon verfahren. „Das hat auch ganz wunderbar geklappt“, sagt Hattingens Fußball-Fachschaftsleiter Wolfgang Waßerloos, der aber auch zugibt, dass er im Vorfeld der Turniere Bedenken hatte. Doch die haben sich inzwischen weitestgehend zerstreut. Was ist denn nun aber konkret neu? Hier noch einmal die wichtigsten Änderungen:

Der Ball

Gespielt wird jetzt mit einem kleineren, einem sprungreduzierten Ball. Den Vereinen wurden im Vorfeld diese neuen Bälle geschenkt, damit sich die Spieler an das Spielgerät gewöhnen können. Schnelles Flachpassspiel soll durch diese Bälle ermöglicht werden. „Die Mannschaften sind damit gut klargekommen“, sagt Wolfgang Waßerloos, der dann mit einem Schmunzeln anfügt. „Allerdings hat es nicht nur Flachpässe gegeben, einige Bälle sind auch unter dem Hallendach verschwunden. Generell finde ich aber schon, dass die neuen Bälle gut ankommen.“

Einkick

Der Ball wird nicht mehr eingerollt, sondern eingeschossen. „Das ist sicher keine gravierende Änderung“, so Waßerloos. „Ob jetzt eingerollt oder eingekickt wird, ist im Prinzip egal.“

Vier-Sekunden-Regel

Nach einem Foul muss der Freistoß innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden. Geschieht das nicht, wechselt das Freistoßrecht. „Auch das hat eigentlich funktioniert“, sagt Waßerloos.

Tor nach der Schlusssirene

Wenn ein Schuss schon vor der Schlusssirene abgegeben wurde, der Ball aber nach Ertönen der Sirene im Tor einschlägt, dann zählt der Treffer. „Das gefällt mir nicht so“, sagt Waßerloos. „Das widerspricht den gängigen Fußballregeln.“

Uhr wird angehalten

In der letzten Minute wird die Uhr bei jeder Unterbrechung angehalten. Auch das sei gewöhnungsbedürftig, so Waßerloos. „Das kann für Hektik sorgen, die Zeitnehmer sind auf jeden Fall sehr gefordert.“