Aufatmen beim TuS
12.06.2012 | 17:02 Uhr 2012-06-12T17:02:00+0200
Auch diese Saison ging an die Nerven. Aber der TuS Hattingen hat es wieder geschafft. Die Rot-Weißen spielen auch im nächsten Jahr in der Fußball-Bezirksliga. Wir sprachen mit Abteilungsleiter Günter Ecker.
Der TuS hat sich wieder einmal Zeit gelassen. Erst am vorletzten Spieltag wurde die Klasse gesichert. Wie haben Sie die vergangenen Wochen erlebt?
Ecker: Den einen Punkt am vorletzten Spieltag gegen den SC Obersprockhövel hätten wir eigentlich gar nicht mehr gebraucht. Wegen der Ergebnisse der Konkurrenz hätten wir auch verlieren können. Aber klar ist natürlich, dass die Saison wieder sehr stressig war.
Zuletzt spielte die Mannschaft eine richtig gute Serie heraus – mit drei Siegen und einem Unentschieden. Warum kommt der TuS immer erst so spät auf Touren?
Wenn wir das nur wüssten. Wir haben es auch schon einmal hinbekommen, erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt zu schaffen. Wir können es also noch spannender. Aber eigentlich brauche ich das nicht mehr. Es wäre wünschenswert, dass wir auch einmal gut starten. Dann würden wir uns viel Stress ersparen.
Wann haben Sie an einen guten Ausgang der Saison geglaubt?
Der Sieg gegen Herdecke war ganz sicher so etwas wie eine Initialzündung. Da hat Dennis Weber in der 92. Minute das 4:3 geschossen. Wir mussten aber trotzdem noch zittern, weil der Schiedsrichter noch einmal fünf Minuten nachspielen ließ. Aber dieses Spiel war offensichtlich die Wende zum Guten. Danach haben wir noch gegen Hedef und Esborn gewonnen.
An welche Spiele denken Sie nicht so gerne zurück?
An das gegen Cemspor Hagen. Da haben 1:4 verloren, obwohl Cemspor bis dahin noch gar nichts geholt und erst drei oder vier Tore geschossen hatte. Unglaublich. Da hat uns die ganze Liga ausgelacht. Zum Glück fiel dieses Spiel nachher aus der Wertung, weil Cemspor seine Mannschaft zurückgezogen hat.
Wie weit sind Sie mit den Vorbereitungen für die neue Saison? Es gibt ja erst seit dem Wochenende Planungssicherheit.
Wir haben aber schon vorher miteinander geredet. Nach unserem Sieg gegen Herdecke haben wir einfach beschlossen, dass wir nicht absteigen werden.
Bleibt die Mannschaft denn zusammen?
Ja. Es wird uns wohl nur Julian Wantia verlassen. Von den anderen Spielern haben wir die Zusage für die kommende Saison. Aber ganz sicher sein kann man sich natürlich nie. Es gibt in der Bezirksliga ja keine Verträge, die man im Zweifelsfall einklagen könnte.
Ist auch die Trainer-Frage schon geklärt?
Ja. Marius Kundrotas wird bleiben. Und auch Thomas Pieper macht als Co-Trainer weiter. Er ist ja für Martin Schumillas eingesprungen.
Gibt es schon Zugänge?
Nein. Wir sind mit dem zufrieden, was wir haben. Und Spieler, die uns richtig weiterhelfen würden, können wir uns nicht leisten. Allerdings brauchen wir noch einen Torwart. Denn mit Ingo Müller haben wir nur einen.
Und wenn der sich einmal verletzen sollte?
Dann springt unser Co-Trainer Thomas Pieper ein. Dennis Weber soll ja auch ein guter Torwart sein. Aber ernsthaft: Auf dieser Position haben wir natürlich ein Problem, obwohl wir mit Ingo Müller einen hervorragenden Torwart haben. Aber wie gesagt: Wir haben halt nur einen.
Welche Spieler haben Sie außer Ingo Müller überzeugt?
Unsere Mannschaft ist stark durch ihre Geschlossenheit. Da leisten die Trainer hervorragende Arbeit Aber hervorheben muss man natürlich auch Dennis Weber. Und Eduard Geik, der sicher den größten Sprung nach vorne gemacht hat.
Was wünschen Sie sich für die neue Saison?
Es wäre schön, wenn es nicht wieder gegen den Abstieg ginge. Wir möchten auch wieder einmal nach oben schauen. Zumindest ein bis-schen. Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass die Jungs gesund bleiben.
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