Andy Steinmann trainiert Welper
03.02.2010 | 17:02 Uhr 2010-02-03T17:02:00+0100Das ist eine Überraschung: Fußball-Bezirksligist SG Welper wird ab sofort von Andy Steinmann trainiert.
Für den 25-Jährigen, der zuletzt als Spieler bis zum Sommer 2009 beim Regionalligisten SF Lotte unter Vertrag stand, ist Welper die erste Trainerstation. Michael Backhaus wird ihn als Co-Trainer unterstützen.
„Er kommt gut mit den jungen Leuten klar”, sagt Welpers Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Wortmann, der nach der Trennung von Egbert Bursian selbst als Trainer fungierte. Steinmanns Jugend schreckte die Welperaner nicht ab. Wortmann sagt: „Hansi Wagner war unwesentlich älter, als er bei uns als Spielertrainer anfing. Am Ende sind wir aufgestiegen.” Kurz: „Der Junge ist klasse, wir vertrauen ihm.”
Den Kontakt zu Andy Steinmann stellte Welpers Ex-Trainer Peter Kursinski her: „Er hat mich angerufen und gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte”, sagt Steinmann. Dabei hatte der Hattinger, der in der Jugend für die DJK Märkisch Hattingen am Ball war und bei der TSG Sprockhövel den Sprung in die Seniorenabteilung aufrückte, zuvor nur wenige Verbindungen nach Welper: „Ich kenne ein paar Spieler, aber Peter Kursinski kannte ich nicht”, sagt Steinmann. Trotzdem sei es ziemlich schnell klar gewesen, dass er das Angebot annehmen würde: „Sie haben mir einfach vermittelt, dass sie mich das machen lassen wollen, obwohl ich so jung bin und noch keine Erfahrung als Trainer habe.” Außerdem habe er auch vorher schon Gedanken an einen Trainerposten gehabt. „Aber dass ich direkt im Seniorenbereich einsteige, daran hätte ich nicht gedacht.” Weil das jetzt so ist, will Steinmann in naher Zukunft auch noch einen Trainerschein machen.
Vielleicht haben Welpers Verantwortliche auch ein wenig darauf spekuliert, dass Steinmann selbst seine Fußballschuhe schnürt. Er selbst ist da skeptisch: „Ich bin nach meinem Kreuzbandriss noch in der Reha. Es ist noch nicht klar, ob und wann ich wieder spielen kann.” Steinmann hat seine neue Mannschaft in der Hinrunde bereits ein paar Mal gesehen und sagt: „Wir gehören da unten nicht hin.”
Um sein Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen, muss Steinmann mit seiner Mannschaft noch ein paar Plätze klettern. Damit können die Welperaner am 21. Februar beim Auswärtsspiel beim VfB Westhofen beginnen.
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