Als das Endspiel mit einem Eklat endete

Wenn die Fußabller unters Hallendach gehen, gibt es häufig Zoff. Das Spiel ist schneller, der Raum kleiner, der Gegner näher dran. So war das bei den Stadtmeisterschaften am vergangenen Wochenende, und so war das auch schon vor 20 Jahren.

Und zwar auf den Tag genau vor 20 Jahren: Beim Finale des Jahres 1995 zwischen der SG Welper und dem PSV Ennepe kam es zum Eklat, die Zuschauer in der Halle des Schulzentrums Holthausen skandierten „Aufhören, aufhören“ und „Schieber, Schieber“. Auslöser war eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns im Finale zwischen Welper und dem PSV Ennepe.

Der Favorit, darauf hatten sich die Hattinger Fußballtrainer im Vorfeld der Titelkämpfe des Jahres 1995 festgelegt, hieß ganz eindeutig SG Welper.

Tor? Kein Tor!

Und die mit starken Hallenspielern gespickte Mannschaft von Trainer Peter Kursinski erreichte auch tatsächlich das Endspiel. Auch wenn es in der Vorrunde nach einer überraschenden 2:3-Niederlage gegen O’Lar Hattingen sehr knapp war.

Die Gruppe in der Zwischenrunde dominierte die SG dann allerdings und hatte auch mit dem VfL Winz-Baak im Halbfinale beim 3:0 keine richtig großen Probleme.

Und auch das Finale startete gut für die Mannschaft von der Marxstraße, denn sie ging durch einen Treffer von Carsten Göthel mit 1:0 in Führung, die allerdings kurz darauf durch ein Tor von Markus Möller zum 1:1 ausgeglichen wurde.

Beim Stand von 2:1 für Welper, für die neuerliche SG-Führung hatte André Hannemann gesorgt, kam es dann in der neunten Spielminute der Begegnung zur vermutlich entscheidenden Szene. Volker Hördemann traf zum 2:2-Ausgleich, zumindest hatten das alle Beteiligten in der Halle so gesehen – nur das Schiedsrichtergespann nicht.

Es ging also weiter, und die Welperaner nutzten die Aufregung ihrer Gegner zum 3:1 durch Marco Schmidt. Die PSV-Spieler fühlten sich natürlich verschaukelt, wollten die Halle schon verlassen – entschieden sich dann aber doch noch anders.

Den Spieß umdrehen, das schafften sie dann allerdings doch nicht mehr. Martin Hanel erhöhte für Welper zum 4:1, ehe Merih Darel den Endstand herstellte. Wenigstens einen Titel erreichte der Schütze des letzten Tores dieser Stadtmeisterschaft damit allerdings: Mit insgesamt 13 Treffern holte er sich die Torjägerkrone.