AC Hattingen will noch klettern

Zu den Höhepunkten der Saison zählte für den AC Hattingen der 5:2-Sieg im Kreisliga-A-Derby gegen den TuS Hattingen.Foto:Volker Speckenwirth
Zu den Höhepunkten der Saison zählte für den AC Hattingen der 5:2-Sieg im Kreisliga-A-Derby gegen den TuS Hattingen.Foto:Volker Speckenwirth
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Hattingen..  Ernüchterung beim Fußball-A-Kreisligisten AC Hattingen. Mit 23 Punkten liegt das Team von Trainer Karim Amrouch auf dem achten Tabellenrang. Die eigenen Ansprüche sind aber eigentlich etwas anders.

Die Ausgangssituation

Vor der Saison gaben die Hattinger das Ziel aus, am Ende der Spielzeit unter den ersten vier bis fünf Teams zu landen. Die durchaus starke Vorsaison, die der AC auf Rang drei beendete, sowie die gute Mischung aus erfahrenen, routinierten und jungen, hungrigen Spielern waren gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison. Dass es dann aber zu selten zu richtig guten Leistungen kam, hatte Gründe. „Wir schwächen uns immer wieder selbst“, sagt Trainer Karim Amrouch. „Teilweise ist die Trainingsbeteiligung schlecht, und auch die zahlreichen Platzverweise tun uns ganz sicher nicht gut.“

Der Start

Holprig starteten die Hattinger im Sommer in die neue Saison. Das erste Spiel verlor das Team um Kapitän Cetin Aydin mit 1:3 bei DJK Ruhrtal Witten. Darauf folgte ein 2:2 gegen den TuS Blankenstein. „Wie auch im Jahr davor hatten wir nicht die Möglichkeit, eine richtige Vorbereitung durchzuführen“, sagt Amrouch. „Unsere Spieler sind einfach in der Sommerzeit vier bis sechs Wochen in ihrer Heimat im Urlaub. Das war auch der Grund, warum wir nicht an der Stadtmeisterschaft teilnehmen konnten. Die versäumte Vorbereitung müssen wir dann nachholen, wenn die Saison bereits angefangen hat. So kommen wir erst ein paar Wochen später in Fahrt.“

Die Tiefpunkte

Ergebnistechnisch gesehen gab es beim AC Hattingen drei richtige Tiefpunkte. Die hohen Niederlagen gegen die SG Linden-Dahlhausen (1:5) und gegen den TuS Kaltehardt (1:6), die durch enormen Personalmangel zustande kamen sowie die 1:5-Pleite beim TuS Querenburg gehörten dazu. „Querenburg war einfach ein richtig starker Gegner“, erklärt Amrouch. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Im Spiel haben wir dann aber schnell gemerkt, dass die richtig guten Fußball spielen.“ Ein weiterer Tiefpunkt hatte eher weniger mit der gezeigten sportlichen Leistung zu tun, sondern mit Undiszipliniertheiten beim Heimspiel gegen den SV Herbede II, das letztlich sogar abgebrochen wurde. Konsequenz daraus ist eine 18-monatige Sperre für Stürmer Ömer Akkan und eine dreimonatige Sperre für Cetin Aydin. „Da sind wir selbst schuld“, so Amrouch.

Die Höhepunkte

Dass die Hattinger durchaus spielerisches Potenzial haben, zeigten sie unter anderem beim 5:2-Derbysieg gegen den TuS Hattingen. „Da waren wir eiskalt vor dem Tor und hatten mit Daniel Ehrhard einen Torwart, der richtig stark gehalten hat. Daniel ist im Eins-gegen-eins-Duell kaum zu bezwingen. Er könnte auch noch ein paar Ligen höher spielen“, so Amrouch. Ebenfalls stark spielte der AC bei der 0:2-Niederlage gegen den WSV Bochum. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe, nur haben wir es nicht geschafft, ein Tor zu schießen.“ Das entscheidende zweite Bochumer Tor fiel erst kurz vor Schluss.

Die Aussichten

Das ausgegebene Saisonziel liegt noch im Bereich des Möglichen. Den langfristigen Ausfall von Ömer Akkan soll erst einmal Winterzugang Faruk Inci, der von der SG Hill zum AC stößt, kompensieren. „Vom Potenzial gehören wir eigentlich mindestens unter die besten drei Mannschaften. Nur blockieren uns immer wieder der Kopf und die fehlende Einstellung. Außerdem sind wir häufig einfach nicht clever genug“, sagt Amrouch.