Zweimal HSV: Erst 16 Tore und der dritte Trainer

Das Bild trügt nicht: Körperlich waren die meisten Herbeder Kicker den Hasper Kollegen (rechts Mirco Heinzer) überlegen. So gesehen kann man das 0:0 auf fremdem Platz als Erfolg werten.Foto:Jürgen Theobald
Das Bild trügt nicht: Körperlich waren die meisten Herbeder Kicker den Hasper Kollegen (rechts Mirco Heinzer) überlegen. So gesehen kann man das 0:0 auf fremdem Platz als Erfolg werten.Foto:Jürgen Theobald
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Hagen..  Die Fußball-Bundesliga und die Landesliga 3 haben eins gemeinsam. In beiden Spielklassen gibt es nur eine Mannschaft, die weniger als 20 Tore erzielt hat. Es handelt sich jeweils um den HSV. Der Hamburger SV ist im Oberhaus mit einem Torverhältnis von 16:41 und 25 Punkten Drittletzter, rangiert also auf dem Relegationsrang. Der Hasper SV hat 16:34 Treffer erzielt und 16 Zähler auf dem Konto. Als Vorletzter steht die Truppe von Werner Boss auf einem Abstiegsplatz.

Der „kleine HSV“ ist immerhin nicht ganz so torungefährlich wie die Erstliga-Kollegen von der Elbe. Schließlich wurden die 16 Landesliga-Treffer an 20 Spieltagen erzielt, während der „große HSV“ schon 27 Runden absolviert und gleich oft getroffen hat.

Auch zwei Trainerwechsel haben beide Vereine schon hinter sich. In Hamburg löste Josef Zinnbauer im September Mirko Slomka ab, um dann von Peter Knäbel beerbt zu werden. Beim Hasper SV trat Christian Hagemann Ende Oktober zurück. Bis zur Winterpause gab Marcel Kröner mit Unterstützung von Lutz Graebe den Interimscoach, bevor Werner Boss übernahm.

Als der inzwischen 68-jährige Übungsleiter seine dritte Trainerperiode in Haspe begann, kündigte er an, die taktische Disziplin verbessern und damit die Defensive stabilisieren zu wollen. Das gelang: An den vier Spieltagen im Jahr 2015 hat der HSV nur zwei Gegentreffer kassiert. Das ist der Wert einer Spitzenmannschaft. Aber die Hasper haben selbst auch nur zwei Tore erzielt. Mit solch einer Quote steigt man ab.

Beim 0:0 am Sonntag in Herbede mussten sich die Blau-Weißen wenigstens nicht vorwerfen lassen, gute Gelegenheiten leichtfertig vergeben zu haben. „Das war unser schlechtestes Spiel seit ich hier wieder Trainer bin“, gestand Werner Boss nach der vierten Punkteteilung unter seiner Regie mit einem Tag Abstand. „In den ersten drei Spielen haben wir insgesamt sechs Punkte liegen gelassen, diesmal war der Punktgewinn eher glücklich.“ Denn die deutlich besseren Chancen hatten die groß gewachsenen und körperlich somit klar überlegenen Gastgeber. Allein den starken HSV-Schlussmann Michael Blume konnten die Herbeder nicht überwinden.

Sonntag Wiedersehen mit Benatelli

„Das ist zu wenig“, war die Tatsache, dass Haspe zum fünften Mal in Folge nicht verlor, für Klubchef Harald Kröner ein schwacher Trost. „Es muss endlich ein Dreier her“, weiß auch Werner Boss. Der nächste Anlauf wird am Sonntag unternommen, wenn der CSV SF Bochum-Linden mit Ex-HSV-Coach Frank Benatelli in der Bezirkssportanlage zu Gast ist. Der Tabellensiebte führte am Ostermontag gegen den Zweiten SV Sodingen nach 24 Minuten schon mit 3:0, am Ende hieß es 3:3. Auch eine Punkteteilung, die nicht ganz froh machte.

In Haspe teilt sich ein Trio mit jeweils drei Treffern die Torjägerkrone

Mit jeweils 16 Toren führen Eyüb Cosgun (BSV Schüren) und Gianluca Greco (SV Hilbeck) die Torschützenliste der Landesliga 3 an.

Die besten Hasper Goalgetter sind Anas Chaoui, Gianluca Salvo und Bilal Özüsaglam. Sie haben jeweils dreimal getroffen.