Zwei Siege für Hagener Talente bis zur Endrunde

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Hagen..  Es wird allmählich ernst für die Hagener Basketball-Talente auf dem Weg in die deutschen Endrunden. Als Gastgeber wollen sich die U17-Mädchen des TSV Hagen 1860 im Top4 Nord der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) am Wochenende in Vorhalle durchsetzen, das nationale Endturnier - möglichst ebenfalls in eigener Halle - am 2./3. Mai ist das große Ziel. Das Heimrecht sicher hätten die Phoenix Hagen Juniors in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL), das deutsche Top4 findet am 16./17. Mai in der Enervie Arena statt. Um das zu erreichen, muss das Team von Trainer Falk Möller noch die Young Dragons Quakenbrück im Viertelfinale aus dem Weg räumen. Das Hinspiel steigt Sonntag um 14 Uhr in Altenhagen.

WNBL

„Wenn wir unser Ding machen, kommen wir weiter.“ Eine Saison mit bisher nur einer Niederlage macht selbstbewusst, das gilt auch für TSV-Trainer Sajeevan Sarangan und sein Team. Lediglich in Chemnitz unterlag man ersatzgeschwächt, ansonsten dominierte der deutsche Meister von 2013 die WNBL. Auch gegen den Herner TC, auf den die Hagenerinnen in der Karl-Adam-Halle am Samstag im ersten Halbfinale um 15.30 Uhr treffen, siegten Leonie Schütter und ihre Kolleginnen zweimal (67:55, 62:61). Mit den genesenen U16-Nationalspielerinnen Anna Lappenküper und Malina Sola sei Herne jedoch gestärkt, warnt Sarangan, der Fokus gelte zunächst nur dem Halbfinale.

Der Sieger hat das deutsche Top4 erreicht und spielt tags darauf um 13.30 Uhr im Finale gegen den Sieger des Duells Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel gegen ChemCats Chemnitz (Samstag, 18 Uhr). Ebenfalls nicht ganz unwichtig, denn der Nordmeister richtet zwei Wochen später die nationale Endrunde aus. „Wir erhoffen uns durch den Heimvorteil schon einen Schub“, sagt Sarangan, der TSV hat für das Nord-Turnier kräftig getrommelt. Tickets werden als Tageskarte (4 Euro) und als kombinierte Wochenendkarte (6 Euro) angeboten, für Jugendliche zum halben Preis.

NBBL

Auf einen Gegenspieler müssen die Phoenix Juniors ganz besonders achten, wenn sie den Traum von der Endrunde daheim verwirklichen wollen: 2,07-m-Akteur Isaiah Hartenstein von den Young Dragons zählt zu den Top-Talenten Europas, wird von den US-Colleges umworben. Bei der 51:74-Vorrundenniederlage der Quakenbrücker im Dezember in Hagen allerdings verlor er das Duell mit Phoenix-Center Marcel Keßen deutlich. Im Rückspiel bei den Dragons, die sich im Achtelfinale in drei Spielen gegen die Piraten Hamburg durchgesetzt haben, wiederum unterlagen die Hagener mit 73:78. „Wir sind schon der Favorit, aber wir müssen 100 Prozent geben“, weiß Juniors-Coach Möller vor der „Richtung weisenden“ Partie. Fit sind alle Spieler, auch Haris Hujic konnte wieder uneingeschränkt trainieren. Mit Keßen und Jonas Grof treten zwei allerdings zwei tragende Kräfte am Abend zuvor noch mit ProB-Ligist Iserlohn zum Playoff-Rückspiel in Wedel an.