Zwei Medaillen für Nachwuchsringer

Alpay Kulakac (rechts)
Alpay Kulakac (rechts)
Foto: WP

Hohenlimburg..  Zum ganz großen Wurf hat es zwar nicht gereicht, aber die beiden Nachwuchsringer des KSV Hohenlimburg, Sebastian Klusak und Alpay Kulakac, durften erhobenen Hauptes von den deutschen Meisterschaften der A-Jugend im griechisch-römischen Stil im sächsischen Pausa nach Hause fahren.

Alpay Kulakac startete in der Klasse bis 85kg, musste nach der Niederlage im Poolfinale in die „Trostrunde“. In kräftezehrenden Runden setzte er sich aber durch und gewann am Ende die Bronzemedaille. Sebastian Klusak (69kg) stürmte ohne Niederlage bis in das Finale, hatte dort nach einem hervorragenden Fight das Nachsehen und darf stolz auf seine Silbermedaille sein.

Bereits am Donnerstag reiste Trainer Thorsten Busch mit seinen beiden Schützlingen nach Sachsen, um sich optimal auf das Wochenende vorzubereiten. Jugendtrainer Arslan Kulakac und Physiotherapeut Jörg Godglück fuhren einen Tag später nach.

Alpay Kulakac hatte es mit elf Konkurrenten zu tun. In der ersten Runde schulterte er Marc Brosowski vom KSV St.Ingbert nach einer 18:1-Führung. Gegen Max Dietzmann vom AV Zella-Mehlis gab es einen klaren 12:0- Punktsieg.

Schultersieg

Nach dem Schultersieg über Maximilian Mond (RG Hausen-Zell) nach einer 4:0-Führung stand Alpay Kulakac im Pool-Finale und traf dort auf den ebenfalls ungeschlagenen Tobias Doile vom RSV Schonungen. Das bedeutete bereits, dass der junge Hohenlimburger auf jeden Fall um eine Medaille ringt. Gegen Tobias Doile, der später auch die Goldmedaille in Empfang nahm, war die Siegesserie von Alpay Kulakac jedoch beendet. Nach einem Rückstand von 2:6 lag er auf den Schultern.

Nach einem grandiosen Turnier besiegte er im kleinen Finale aber den Greifswalder Karl Marbach mit 6:2 und gewann die Bronzemedaille.

17 Ringer gingen in der Klasse bis 69kg an den Start. Es war ein hochkarätig besetztes Feld, und es war schon im Vorfeld klar, dass Sebastian Klusak an seine Grenzen gehen muss, wenn er eine vordere Platzierung erreichen will. Doch er machte seine Sache mehr als hervorragend. Trotz zwei Freilosen fand er rechtzeitig seine Form. „Ich habe bis zum Finale keinen technischen Punkt abgegeben. Mit den fünf Kämpfen war ich sehr zufrieden“, so der Hohenlimburger.

Sebastian Klusak gewann seinen ersten Kampf gegen Nikolaos Pagadoupolos vom SV Ebersbach mit 10:0. Auch seinen zweiten Kampf gewann der KSV-er souverän mit 11:0 gegen Gordon Rehbein vom SAV Torgelow und traf nun auf Kai Rachwalski vom TSV Ehningen. In einer spannenden Begegnung besiegte Sebastian Klusak ihn mit 3:0.

Nach einem souveränen 9:0 über Simon Will stand der Hohenlimburger im Pool-Finale. Dort wartete Simon Öllinger vom SV Anger. Dieser Kampf hätte spannender nicht verlaufen können. Nach schweißtreibenden Minuten siegte Sebastian Klusak knapp mit 1:0. Die Medaille hatte er damit in der Tasche, es ging im letzten Kampf nur noch um die Farbe.

Nicht in Kampf gefunden

Im Finale wartete Toni Peprny vom RV Lugau/Erzgebirge. „Hier habe ich nicht richtig in den Kampf gefunden und kam mit dem Stil des Gegners nicht so gut zurecht“, beschreibt Sebastian Klusak. Er unterlag nach Punkten am Ende mit 0:5 und darf sich deutscher Vizemeister nennen. „Es wäre schön gewesen, wenn ich den Kampf auch noch gewonnen hätte. Aber im großen und Ganzen bin ich zufrieden“, sagt Sebastian Klusak.

„Es wäre mehr drin gewesen. Aber es waren sechs Sportler aus NRW am Start, davon zwei aus Hohenlimburg. Beide haben Medaillen gewonnen. Das muss man erstmal nachmachen“, so Arslan Kulakac.