Zehner zeigen 55 Minuten lang Tugenden

Nils Langwald, SV Hohenlimburg 1910
Nils Langwald, SV Hohenlimburg 1910
Foto: Lutz Risse
Mit den drei Zählern beim FC Altenhof hat Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 seinen Kopf – zunächst – aus der Schlinge gezogen. Der knappe 5:4-Sieg verschaffte den Zehnern ein wenig Luft zu den Abstiegsrängen. So können die Verantwortlichen erst einmal durchatmen.

Hohenlimburg..  Mit den drei Zählern beim FC Altenhof hat Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 seinen Kopf – zunächst – aus der Schlinge gezogen. Der knappe 5:4-Sieg verschaffte den Zehnern ein wenig Luft zu den Abstiegsrängen. So können die Verantwortlichen erst einmal durchatmen.

Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass die Entstehungsgeschichte dieses Sieges schon ein wenig kurios war. Der frühe Rückstand ist fast schon obligatorisch. Der Elfmeter für die Zehner, der zum Ausgleich geführt hat, war sehr umstritten. „Ich habe den Ball gespielt. Das hat sogar der Linienrichter bestätigt“, so Altenhofs Torwart Sebastian Stevens. Im „Nachköpfen“ verwandelte Nik Kunkel zum 1:1.

Kurz nach dieser Situation knallte Sebastian Stevens mit dem dicken Zeh gegen den Pfosten – das hatte Spätfolgen. Nach einer halben Stunde nickte Elsamed Ramaj zum 2:1 ein. „Den hätte ich normalerweise gehabt“, so Stevens, der danach vom Feld musste.

Altenhof hatte keinen Ersatztorwart auf der Bank sitzen, sodass Feldspieler Bastian Schildt ins Tor musste. Der kassierte in den Minuten 42 und 43 einen Doppelschlag von Michael Erzen und Ewald Platt. Nach der Pause hütete Ü40-Torwart Thomas Peukert das Gehäuse.

Zweimal Querlatte

In der Folgezeit hatten die Zehner sogar noch Glück – zweimal traf Altenhof die Querlatte, kurz vor dem Abpfiff hätte es für die Platzherren einen Elfmeter geben können. So blieb es beim knappen Erfolg für die Zehner, die damit ihre Talfahrt stoppten.

„Bis zum 5:1 haben wir eine enorme Leistung abgeliefert, was die Grundtugenden Lauf- und Kampfbereitschaft angeht“, fasste der Zehner Kapitän und Torwart Nils Langwald einen Tag später zusammen. „Das muss ein Team auch ausmachen. Und gegen Altenhof sind wir richtig in die Bälle gegangen, haben uns gepusht und haben uns auch mit Toren belohnt.“

Genau wie sein Trainer Marco Slupek ist er der Meinung, dass nach den Auswechslungen ein Bruch in die Begegnung kam – hier haben Spieler nicht alles in die Waagschale geworfen. Innenverteidiger Marco Eckhoff sowie Außenverteidiger Recep Nezir mussten Gelb-Rot-gefährdet den Platz verlassen. Durch die Ausfälle von Saffet Davulcu und Manuel Pais war kein Defensivspieler auf der Bank, mit Kai Forin stand nur noch ein etatmäßiger Verteidiger auf dem Feld. „Das konnten wir einfach nicht kompensieren“, so Nils Langwald.

Im Nachhinein jedoch ist es dem Hohenlimburger Spielführer auch egal, wie der Sieg zustande gekommen ist. „Ich hätte auch ein 9:8 in Kauf genommen. Hauptsache drei Punkte, die wir in unserer Situation unbedingt gebraucht haben. Wenn man unten steht, hat man oft das Pech, dass solche Spiele am Ende auch unentschieden ausgehen oder man sogar noch verliert.“

„Mund abwischen“

Der 26-Jährige guckt bereits wieder nach vorne auf das Derby gegen die SpVg Hagen 11 am kommenden Sonntagnachmittag im Kirchenbergstadion (15 Uhr). Dort geht es nicht nur um Zähler, sondern auch ums Prestige. „Mund abwischen und weitermachen“, so Nils Langwald. „Ich sehe nichts, was dagegen spricht, dass wir am Sonntag an die Leistung aus den ersten 55 Minuten anknüpfen, laufen und kämpfen und uns mit Punkten belohnen.“

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