Zehner verlieren nach 0:1 sofort Spielrhythmus

Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - RW Hünsborn
Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - RW Hünsborn
Foto: WP

Hohenlimburg..  Die weiten Auswärtsfahren scheinen dem Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg 1910 nicht zu bekommen – obwohl am gestrigen Sonntag der Bus bereits um 11 Uhr am Kirchenberg wartete und die Hohenlimburger somit genug Zeit hatten, sich auf die Partie einzustellen. Trotzdem ging die Elf von Trainer Roman Reichel mit 2:4 (0:4) beim VfL Bad Berleburg unter.

„Wir haben verloren. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, waren die ersten Worte von Roman Reichel nach der Anfrage, was denn auf dem Berleburger „Stöppel“ passiert ist. Die Zehner, die sich in den vergangenen Wochen noch so glänzend verkauft haben, reihten sich in den Tag der „merkwürdigen Ergebnisse“ ein. So siegte Abstiegskandidat SV Hüsten gegen RW Hünsborn mit 4:0, FC Lennestadt besiegte SSV Meschede mit 3:1 und SC Neheim ging mit 1:4 gegen Borussia Dröschede baden.

Dabei begannen die Zehner eigentlich gut, waren in den ersten zehn Minuten im Spiel. Die Führung für Bad Berleburg durch Johannes Hackenbracht (13.) kam quasi aus dem Nichts. Das versetzte so manchem Hohenlimburger einen Schlag ins Gesicht, denn jetzt geriet ihnen die Begegnung völlig aus dem Ruder.

Gegner hat zu viel Raum

„Wir haben dem Gegner viel zu viel Platz gelassen. Davor habe ich gewarnt. Außerdem haben wir drei Totalausfälle gehabt“, so Roman Reichel. „Wir haben in der ersten Halbzeit quasi nur mit acht Mann gespielt.“

Die Platzherren bedankten sich artig für die freien Räume mit drei weiteren Toren – allerdings war jeder Schuss auf das Hohenlimburger Gehäuse auch ein Treffer. Johannes Hackenbracht kam zu seinen „Buden“ zwei und drei (23./39.), das 3:0 schoss Peter Rosenblatt in der 29. Minute. „Mit einem 0:4-Rückstand zur Pause ist es natürlich schwer, so ein Ding noch zu drehen“, so Roman Reichel.

Unmöglich war es jedoch nicht, denn die Tormöglichkeiten, die sich die Zehner nach dem Seitenwechsel erarbeiten haben, hätten auch für vier Treffer gereicht. „Wir haben natürlich das System umgestellt“, sagte der Übungsleiter. Auf einmal war der Dampf und der Biss wieder da, was die Hohenlimburger in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat.

Nach einer guten Stunde war es Amin Ahakham, der den 1:4-Anschlusstreffer erzielte. Wenig später gab der Schiedsrichter Michael Wielpütz-Hahn ein Tor für den SV 1910 nicht, weil sein Assistent eine Abseitsstellung gesehen haben wollte.

„Somit ist das zweite Tor für uns zu spät gefallen, um noch für eine Wendung zu sorgen“, sagt Roman Reichel. Das 2:4 besorgte Michel Amaral fünf Minuten vor dem Abpfiff. „In der vergangenen Woche gegen RW Hünsborn hatten wir das Glück. Heute hatten wir es eben nicht.“

Burgio zu den Zehnern

Am Rande des Spiels wurden auch zwei Personalfragen beim SV Hohenlimburg 1910 geklärt. Vom Westfalenligisten FC Iserlohn wird Vincenzo Burgio in der kommenden Spielzeit zu den Hohenlimburgern wechseln. Dagegen wird Mercan Türkyilmaz die Zehner verlassen. Er spielt in der kommenden Saison beim Westfalenligisten TuS Hordel.

Bad Berleburg: Barth, Braun, Rosenblatt, Geisler, T. Neusesser, Völkel, Ibrahim, T. Birkelbach (81. L. Neusesser), Hackenbracht (61. Schmidt), Schneider, Lückel (67. M. Birkelbach).

SV 1910: Langwald, Asmus, Rrusta (33. Kunkel), Kerefidis, Winkler, Türkyilmaz, Kowalczyk (35. Bah), Tech, Scichilone (59. Amaral), Ahakham, Ribeiro.

Schiedsrichter: Michael Wielpütz-Hahn

Tore: 1:0 Johannes Hackenbracht (13.), 2:0 Johannes Hackenbracht (23), 3:0 Peter Rosenblatt (29.), 4:0 Johannes Hackenbracht (39.), 4:1 Amin Ahakham (59.), 4:2 Michel Amaral (85.).