„Wollte noch mal in der alten Truppe spielen“

Patrick Höppe (rechts) wird den SC Berchum/Garenfeld zum Saisonende verlassen und nach Niedersachsen ziehen.
Patrick Höppe (rechts) wird den SC Berchum/Garenfeld zum Saisonende verlassen und nach Niedersachsen ziehen.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Patrick Höppe (24), aktuell Kicker des Bezirksligisten SC Berchum/Garenfeld, hat sich im heimischen Raum einen Namen gemacht, der eigentlich gar nicht wegzudenken ist. Doch in der kommenden Saison wird sein Name in den Aufstellungen des Sportclubs fehlen. Er wechselt aus privaten Gründen seinen Wohnsitz nach Niedersachsen. Mit dieser Zeitung sprach er über die Beweggründe.

Patrick, wann ist der Entschluss bei Ihnen gereift, die Heimat zu verlassen?

Patrick Höppe: Eigentlich vor etwa 1,5 Jahren. Seit dem habe ich mich beschäftigt, diesen Schritt zu gehen, wenn es beruflich klappen sollte. Das ist jetzt der Fall. Daher bin ich nach der vergangenen Saison trotz vorheriger Zusage vom SV Hohenlimburg 1910 noch einmal zum SC Berchum/Garenfeld gewechselt, weil ich noch einmal mit meinen Jungs zusammenspielen wollte. Ich bin froh, dass der Trainer Roman Reichel und der sportliche Leiter Alfredo Pais mir keine Steine in den Weg gelegt haben. Mit meiner Schichtarbeit wäre es in der Landesliga auch schwer geworden.

Umgewöhnung

Klappt es also mit der Arbeit? Haben Sie dort auch einen neuen Verein gefunden?

Ich habe einen Job, und kann ab dem 1. Juli dort anfangen. Fußball werde ich natürlich auch spielen, und zwar beim SSV Vorsfelde, die zurzeit die Landesliga mit zwei Punkten Vorsprung anführen. Ich habe dort mehrere Gespräche gehabt und dort auch schon mittrainiert. Von beiden Seiten passt es. Es wird natürlich nicht einfach in einer neuen Umgebung, es wird zunächst ungewohnt sein, aber es wird schon funktionieren.

Wir werden Sie hier also so schnell nicht wiedersehen?

Doch, meine ganze Familie ist hier, ich werde sicherlich mal für ein verlängertes Wochenende hier herkommen. Außerdem möchte ich noch ein paar Spiele mit der Futsalmannschaft Pegasus Westfalia Hagen machen. Ich habe die Jungs gefragt, ob sich mich weiter dabei haben wollen. Da gab es ein klares Ja.

Wie sind Sie mit sich persönlich in der laufenden Saison zufrieden?

Durchschnittlich. Ich weiß, dass ich mehr kann, aber es ist eben auch so, dass ich mich nach Wechselschicht körperlich mal etwas schlapper fühle. Aber zum Glück hat mein Trainer Frank Henes immer auf mich gebaut, und so habe ich zur Rückrunde meine Leistung gefunden. Ich denke schon, dass ich meinem Team weitergeholfen habe, und werde der Mannschaft auch den Rest der Saison helfen.

Team weiterentwickelt

Und mit der Mannschaftsleistung?

Sicher trauert man immer dem ein oder anderen verlorenen Punkt hinterher, aber der aktuelle sechste Platz ist schon eine sehr gute Leistung. Das Team hat sich unter Frank Henes weiterentwickelt, er hat die Mannschaft nach vorne gebracht. Jeder Neuzugang war und ist eine Verstärkung. Primär ist das Ziel die Klasse zu halten. Vielleicht geht es ja noch ein Stück höher in der Tabelle, aber ich denke immer von Spiel zu Spiel. Wir müssen uns weiter auf jedes Spiel voll konzentrieren.

Gibt es eine Abschiedsparty?

Ich habe das vor, aber noch nichts konkretes geplant. Ich werde mit der Mannschaft und einigen Freunden bestimmt feiern.

Patrick, die letzten Zeilen des Interviews gehören Ihnen...

Bedanken möchte ich mich beim SV Hohenlimburg 1910 um Roman Reichel, Rainer Beckert und Alfredo Pais, dass der Verein mir die Rückkehr zum SC B/G ermöglicht hat. Dann natürlich bei Robert Rasche, der den Kontakt zu mir aufrecht erhalten hat, und beim gesamten SC Berchum/Garenfeld, der mich mit offenen Armen empfangen hat. Danken möchte ich der Mannschaft des SC. Es macht Spaß, dort zu spielen, weil der Teamgeist einfach stimmt. Nicht vergessen möchte ich Frank Henes, Christian Jackson und natürlich Vladimir Kunz, der besonders gebohrt hat, dass ich wieder zurückkomme.