„Wir sind organisatorisch voll am Anschlag“

Abschlussveranstaltung von  „Verein trifft Schule“ auf dem Sportplatz Harkortberg
Abschlussveranstaltung von „Verein trifft Schule“ auf dem Sportplatz Harkortberg
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Das Sportkarussell stößt an seine Grenzen. Initiator Helge Heisters traf sich mit den Vertretern der Schulen und Vereine, um Konstruktive Lösungsideen zu erarbeiten.

Wetter..  Das Projekt „Verein trifft Schule“ schlug im vergangenen Jahr mit zwei Schulen voll ein. Nun ist das Projekt unter dem Namen „Sportkarussell“ in die zweite Runde gegangen. Nicht nur der Name hat sich verändert – die Zahl der teilnehmenden Schulen wurde verdoppelt, und es wurden weitere Vereine ins Boot geholt.

Doch Initiator Helge Heisters sieht Probleme auf das Projekt zukommen. „Wir sind organisatorisch voll am Anschlag“, gesteht Heisters. Die Erhöhung der Schlagzahl hat einen organisatorischen Mehraufwand mit sich gebracht, der so nicht abzusehen war. Zwar hat bislang alles reibungslos funktioniert, doch es darf nichts passieren, denn dann könnte das Kartenhaus in sich zusammenfallen. „Mit der Verdoppelung der Schulen verdoppelt sich auch die Chance, dass mal was passiert. Was ist, wenn mal ein Trainer oder Übungsleiter ausfällt? Ich bin so gut vernetzt, dass im letzten Jahr mit Vereinen und Schulen alles hervorragend geklappt hat. Jetzt werden Sorgen und Probleme an mich herangetragen, mit denen ich im letzten Jahr nicht konfrontiert wurde. Insgesamt sind wir deutlich unflexibler geworden, und ich bin skeptisch, ob wir das alles so über die Bühne bekommen“, meint Heisters. Bislang sprangen Übungsleiter aus anderen Bereichen ein. „Beim TuS Wengern haben wir jemanden eingestellt, der sein freiwilliges Jahr absolviert. Der musste schon zweimal aushelfen. Wenn ein Schwimm-Übungsleiter fehlt, können wir nur bei der DLRG nachfragen, ob sie uns einen ‘leihen’ können. Aber besonders problematisch wird es, wenn Sportstätten nicht nutzbar sind. Letztes Jahr konnten wir dann ausweichen. Nun, bei deutlich mehr Vereinen, die mitmachen, ist das nicht so einfach möglich. Die Hallenzeiten sind ausgereizt, und im März wird schon das neue Schuljahr geplant“, erklärt Heisters.

Konstruktives Zusammenkommen

Um diese Probleme zu thematisieren, war am Dienstag ein Treffen von Vertretern der Schulen und Vereine anberaumt worden. Zwar hatte es hier Missverständnisse gegeben – das Vereinsheim in Wetter war nicht, wie abgemacht, nutzbar. Die Gruppe kam aber woanders trotzdem ins Gespräch. Es war ein konstruktives Zusammenkommen der Lehrer und Sportler, die Einsicht zeigten und auch schon Vorschläge in den Raum warfen. Eine Reduzierung auf drei Schulen und dann zur Halbzeit ein Wechsel, so dass drei weitere Schulen in den Genuss des Projektes kommen, das mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat, aber in Wetter aus der Taufe gehoben wurde, stieß auf breite Skepsis.

„Ich habe den Vertretern Hausaufgaben mitgegeben. Wir treffen uns im März erneut, und dann schauen wir, was dabei herausgekommen ist“, so Heisters.