Wichtiges Wochenende für Wassersportler

Kai Spenner möchte die nationale Hürde nehmen und wieder ins Nationalteam fahren.
Kai Spenner möchte die nationale Hürde nehmen und wieder ins Nationalteam fahren.
Foto: Ute Freise
Was wir bereits wissen
Kanute Kai Spenner will wieder ins Nationalteam, Ruderer Johannes Weißenfeld startet beim Weltcup in Slowenien.

Wetter/Herdecke..  Für zwei heimische Wassersportler steht ein wichtiges Wochenende an: Der Herdecker Kanute Kai Spenner möchte sich in Duisburg für die Nationalmannschaft qualifizieren, der Wet-teraner Ruderer Johannes Weißenfeld ist mit dem Team des Deutschlandachters beim Weltcup im slowenischen Bled.

Spenner in „Schlagweite“

Die deutsche Rennkanu-Elite trifft sich an diesem Wochenende in Duisburg: Dort steht seit Freitag die zweite und abschließende Sichtung des Deutschen Kanu-Verbandes an. Für die Sportler kann dieses Wochenende deshalb entscheidend sein, auch im Hinblick auf die internationale Saison. So auch für den Herdecker Kai Spenner: Er hat bei der ersten Sichtung vor drei Wochen die Weichen schon in die richtige Richtung gestellt und sich eine ansprechende, wenn auch nicht optimale Ausgangsposition verschafft. Denn Spenner verpasste zur Sichtungsshalbzeit die Top-Ten nur knapp und rangiert derzeit auf dem elften Platz, „durchaus in Schlagweite“, wie es Robert Berger, Herrentrainer am Bundesstützpunkt der KG Essen, formuliert. Eine Position, aus der es für Spenner nun noch einmal anzugreifen gilt. Mit Pech hatte er vor drei Wochen im Einerkajak über 1000 m das A-Finale verpasst, als klarer Sieger des B-Laufes aber gezeigt, was möglich ist.

Und in den letzten Trainingseinheiten hat er einen guten Eindruck hinterlassen, wie Berger bekräftigte. „Dieses B-Finale hat mir gezeigt, dass ich es kann und mir Selbstvertrauen gegeben“, erklärte Kai Spenner vor dem wichtigen Wochenende hoch motiviert.

Los ging es Freitagnachmittag mit den 1000 m-Vorrennen. Aus diesen fünf Vorläufen qualifizierten sich die ersten Sechs für die Halbfinals. Die Endläufe über den Kilometer stehen dann am heutigen Samstagvormittag an. Anschließend geht es auf die 500 m-Strecke; hier werden die Endläufe am Sonntagvormittag gestartet. Danach steht fest, ob Kai Spenner wie in den Vorjahren den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft hat – die Chancen darauf stehen für ihn nicht schlecht.

Weißenfeld in Slowenien

Die Kulisse ist hervorragend: Auf dem Bleder See im westlichen Slowenien ist der Ruderer Johannes Weißenfeld in diesen Tagen mit dem Team des Deutschland-Achters unterwegs. Auf dem Gewässer, das von bewaldeten Berghängen umgeben ist, finden an diesem Wochenende eine internationale Regatta und der Ruder-Weltcup statt.

Am Freitag starteten die Deutschen mit vier Mannschaften im Vierer ohne Steuermann bei der internationalen Ruderregatta. Weißenfeld, der eigentlich beim RC Westfalen Herdecke rudert, fuhr im Vorlauf mit Malte Jakschik, Maximilian Reinelt und Maximilian Korge als „Deutschland 3“ auf den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für das Finale, in dem alle vier deutschen Boote an den Start gingen. Im Finale fuhr Deutschland 1 zum Sieg, Deutschland 3 mit Weißenfeld an Bord landete auf Platz zwei vor Deutschland 4.

Am Samstag und Sonntag findet ebenfalls in Bled der Ruder-Weltcup statt. Das deutsche Team startet unter anderem mit zwei Achtern, Weißenfeld rudert im zweiten Boot. Er ist einer der jüngeren Sportler des Teams (Jahrgang 1994), im vergangenen Jahr gewann er bei der U23-Weltmeisterschaft im Vierer ohne Steuermann die Silbermedaille. Die Besetzung machte sich Bundestrainer Ralf Holtmeyer deshalb nicht leicht: „Alle liegen nah beieinander, es gibt eine große Leistungsbreite. Jetzt wollen wir sehen, wo wir uns international einordnen.“ Die Konkurrenz ist mit Booten aus Frankreich, China und Polen durchaus ernstzunehmen, die starken Briten nehmen an diesem Weltcup allerdings nicht teil. An den Bleder See haben die Ruderer auf jeden Fall gute Erinnerungen: Im Jahr 2011 wurde der Deutschland-Achter hier Weltmeister.