Wetter mit Volmetal II auf Augenhöhe

Hagen. Vor rund zwei Wochen - im Vorfeld der Partie gegen die Reserve des Soester TV, das der Handball-Landesligist TuS Volmetal II mit 38:31 gewann - sagte Volmetals Übungsleiter Jörg Bouwain, dass nun „die Stunden der Wahrheit“ anstünden. Er sprach damit neben der Partie gegen Soest vor allem das Spiel gegen Liga-Schlusslicht Wetter/Grundschöttel an. Genau das findet am Samstag um 17.30 Uhr im Volmetal statt. Die HSG Hohenlimburg spielt zwei Stunden später beim TV Arnsberg (Rundturnhalle). Erst am Sonntag ist der VfL Eintracht Hagen III dran, um 17 Uhr gastieren die Grüngelben beim TuS Wellinghofen (Sporthalle Wellinghofen).

Die Niederlage in Hohenlimburg (25:33) haben die Volmetaler schnell verarbeitet, sie kam ja auch nicht völlig überraschend. Gegen Wetter stehen die Vorzeichen aber grundlegend anders. „Wir müssen sie schlagen“, gibt es für Bouwain keine Ausreden. So leicht wie im Hinspiel, das die TuS-Reserve mit 33:20 gewinnen konnte, wird es dieses Mal aber nicht. Die Grundschötteler haben zwar zwei der drei Spiele in diesem Jahre verloren, doch sowohl in Schwitten (28:32) als auch gegen Wellinghofen (24:29) bewiesen sie ihre Landesliga-Tauglichkeit. Und bei der zweiten Mannschaft der SG Schalksmühle/Halver konnten sie zwei Punkte entführen (30:26). „Ich glaube, wir haben den Abstand zu den anderen Teams verringern können“, bemerkte HSG-Co-Trainer Andreas Fieberg zuletzt eine positive Entwicklung, „mit Volmetal sind wir auf Augenhöhe, da wird wohl die Tagesform entscheiden.“

Die größte Stärke der Wetteraner sieht Volmetals Chefcoach Bouwain in ihrer Geschlossenheit: „Wetter hat sicherlich viele Spiele verloren, sie haben sich aber nie aufgegeben. Und dann haben sie etwa mit Lennard Brauner oder Armin Brauer starke Einzelspieler.“ Für die eigene Herangehensweise heißt das, aus einer sicheren Abwehr heraus mit Tempo zu agieren. So wie gegen Soest II im letzten Heimspiel, da standen am Ende bekanntlich 38 Treffer auf der Anzeigentafel. Bei den Hausherren fehlt Marc Kleinschmidt (privat verhindert). Beim Nachbarn, der aggressiv gegen den Volmetaler Rückraum verteidigen will, fallen Maik Rehr (verletzt), Tino Zöllkau (Scheinbeinprellung) und voraussichtlich auch Tim Wupper aus.

Auch wenn die Eintrachtler im Hinspiel gegen Wellinghofen mit 25:30 das Nachsehen hatten, war die Leistung gegen die Dortmunder sehr passabel. VfL-Trainer Andreas Kuno erinnert sich: „Wellinghofen stand damals in ihrer 6:0-Abwehr sehr kompakt, andererseits waren wir zu diesem Zeitpunkt personell auch unterbesetzt.“ Und das hat sich mittlerweile gebessert, am Sonntag reisen die Hagener wohl mit vollem Kader zum Tabellenvierten.