Wetter diskutiert über den Hallenbelegungsplan

Auch so kann es gehen: Bei der Aktion „Verein trifft Schule“ kamen im vergangenen Jahr in Wetter Schüler und Verein Vereine zusammen. Hier gibt es Badminton-Unterricht beim TuS Wengern. Doch nicht immer läuft es so geregelt.
Auch so kann es gehen: Bei der Aktion „Verein trifft Schule“ kamen im vergangenen Jahr in Wetter Schüler und Verein Vereine zusammen. Hier gibt es Badminton-Unterricht beim TuS Wengern. Doch nicht immer läuft es so geregelt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Ganztagsschulen brauchen die Sportstätten für den Unterricht. Doch manchmal steht eine Turnhalle auch leer.

Wetter..  Der neue Turnhallenbelegungsplan gilt seit dieser Woche in Wetter. Die Ruhrstadt diskutiert über die neuen Zeiten, deren Leitragende zum Beispiel die Kinder der Ballettgruppe des TuS Grundschöttel sind, die auf eine Stunde verzichten müssen.

So kommentierte ein Nutzer auf unsere Internetplattform www.derwesten.de die Änderung folgendermaßen: „Hier geschieht kein Unrecht. Der Schule steht die Stunde ja zu. Das ist schade für die Ballettgruppen, aber wohl kaum zu ändern.“ Und weiter: „Hier helfen vielleicht Gespräche mit der Schule oder anderen Vereinen, um zu einer Lösung zu kommen.“ Nach dem Ende der Osterferien geben nun auch die Schulen Antwort.

„Ich kann die Vereine verstehen, aber wir brauchen die Halle“, erklärt Torsten Peters, stellvertretender Schulleiter der Sekundarschule in Wetter. Seine Schule nutzt nach dem neuen Plan den Gymnastikraum der Turnhalle am See donnerstags nun bis 16 Uhr. Genau deswegen fehlt der Ballettgruppe des TuS Grundschöttel eine Stunde. Trainerin Anja Gelz kommentierte dies in der letzte Woche in dieser Zeitung mit den Worten: „Das ist eine Katastrophe.“

Doch Torsten Peters verweist auf die rund 250 Schüler der Sekundarschule, die an drei Tagen in der Woche ein Ganztags-Angebot nutzen. „Wir haben Thementage, für die wir auch den Gymnastikraum brauchen. Ansonsten wäre das Angebot nicht möglich“, so Peters.

Schulen haben das Recht

Die Ganztagsschulen in NRW haben generell das Recht, kommunale Sportstätten bis 16 Uhr zu belegen. Von diesem Recht macht nun auch die Gemeinschaftgrundschule Grundschöttel gebrauch. Ihr steht künftig am Mittwoch die Turnhalle Steinkampstraße bis 16 Uhr zur Verfügung. Das Eltern-Kind-Turnen des TuS Grundschöttel verschiebt sich um eine Stunde. „Wir haben über 100 Kinder und brauchen deswegen die Räumlichkeiten. So können wir AGs anbieten“, erklärt Schulleiterin Silke Lüer. Sie räumt allerdings auch ein, dass die Halle nicht jederzeit belegt ist. „Wir können nicht immer schon lange im Voraus planen, wann genau wir die Halle nutzen. Aber es macht Sinn, dass wir die Möglichkeit haben, mit den Schülern in die Turnhalle zu gehen“, so Lüer.

Mit anderen Gruppen reden

Anja Gelz will nun mit den Gruppen reden, die im Anschluss an das Balletttraining des TuS Grundschöttel den Gymnastikraum nutzen. „Vielleicht können die eine Stunde abgeben“, so Gelz: „Denn wir brauchen die Zeit.“

Nach der Berichterstattung unserer Zeitung stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Anfrage an Wetters Bürgermeister Frank Hasenberg. Die Grünen wollen in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 16. April, erfahren, ob die Stundenkürzung für die Ballettgruppe alternativlos ist? Außerdem will die Fraktion auch wissen, wie die Ballettgruppe über die Kürzung informiert wurde und ob es weitere Konflikte wegen des Plans gibt?