Westfalia im Endspiel ausgekontert
17.01.2012 | 18:55 Uhr 2012-01-17T18:55:00+0100
Gevelsberg/Hagen.Rund 500 Zuschauer lockte das dreitägige Hallenmasters der Fußball-Frauen und -Mädchen in die Sporthalle Gevelsberg-West. Am Ende wurden die Frauen des FC Schwarz-Weiß Silschede, die B-Juniorinnen des SV Hohenlimburg 10 und die D-Juniorinnen des VfB Schwelm als Turniersieger ausgezeichnet.
Bei den Frauen entthronte Bezirksligist Silschede im Finale den Titelverteidiger Westfalia Hagen durch einen 3:1-Erfolg. „Wir haben guten Fußball gespielt, die meisten Tore geschossen und das Endspiel erreicht, was unser Ziel war“, zog Westfalia-Trainer Martin Riesner dennoch ein positives Fazit, „dass wir das Finale dann verloren haben, war nicht so schlimm.“
In den Gruppenspielen konnte nur Kreisligist SV Hohenlimburg 10 beim 1:1 dem späteren Turnierzweiten Paroli bieten. FC Herdecke-Ende (0:5), Fichte Hagen (0:4) und SG Boelerheide (1:6) waren ohne Chance, ehe sich im Halbfinale BW Voerde dem Riesner-Team mit 1:4 geschlagen geben musste. Das zweite Vorschlussrundenspiel gewann Silschede mit 7:0 gegen Kreisligist TuS Wengern.
Im Finale profitierten die Silschederinnen bei ihrem frühen Führungstor davon, dass Westfalia gerade beim Auswechseln und die Abwehr dadurch entblößt war. „Danach hat der FC die Hagenerinnen zweimal schön ausgekontert“, lobte Michael van Osten, Koordinator für Frauen- und Mädchenfußball im Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr, den taktisch klugen Auftritt des neuen Masterssiegers. Sarah Zinn gelang zwei Minuten vor Schluss nur noch der Ehrentreffer für die Westfalia, die am Sonntag, 5. Februar, in der Sporthalle Wehringhausen ihr eigenes Marion-Anton-Gedächtnisturnier ausrichtet.
Referees im Blickpunkt
Bei den B-Juniorinnen standen sich im Endspiel SV Hohenlimburg 10 und Schwarz-Weiß Breckerfeld gegenüber. Die Zehnerinnen, die im Halbfinale Hiddinghausen mit 2:0 besiegt hatten, wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen klar mit 6:2. Breckerfeld hatte im Halbfinale Silschede nach Neunmeterschießen mit 3:1 bezwungen, wobei die umstrittenste Szene des Turniers für Aufregung sorgte. Ein verwandelter Silscheder Neunmeter wurde nicht gegeben, sondern wiederholt, weil sich die Breckerfelder Torfrau zu früh bewegt hatte. Diesmal verschoss die Silschederin, was das Ausscheiden ihres Teams nach sich zog.
Überhaupt waren die Leistungen einiger Referees der einzige Wermutstropfen bei einer ansonsten gelungenen Veranstaltung, die im nächsten Jahr in gleicher Form und an gleicher Stelle ihre dritte Auflage erleben wird. Michael van Osten, selbst Unparteiischer, formulierte seine leise Kritik so: „Ich erwarte, dass die Schiedsrichter bei Frauen- und Mädchenspielen mit dem gleichen Ernst zur Sache gehen als gelte es, ein Bundesliga-Spiel zu leiten.“
Viel Freude bereitete dem Mädchenfußball-Koordinator dagegen der D-Juniorinnen-Wettbewerb, bei dem sechs Teams nach dem Modus „jeder gegen jeden“ spielten. Der VfB Schwelm gewann ungefährdet mit 13 Punkten vor dem VfL Gennebreck (11), dem TuS Wengern (9) und der SG Vorhalle 09 (3 Zähler). „Die Mädchen waren hier mit großem Spaß bei der Sache. Das Toreschießen war da fast Nebensache“, so van Osten.
12:27
jadann, herr von osten ist doch selber schiedsrichter und stellvertretender kreisvorsitzender. er sollte besser vorsichtig mit seinen äusserungen sein denn er kennt die probleme die vorliegen! und der spruch mit den bundesliegaspielen ist flüssiger als flüssig, nämlich überflüssig. ein kommentar über seine sr leistungen macht auch keiner!
wie ich gehört habe sollen die sr sowiso einige probleme mit dem kreisvorstand haben.