Volmetal und VfL-Zweite wollen feiern

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Die Mannschaften der Handball-Oberliga befinden sich bei noch vier von 26 Spielen auf der Zielgeraden der Saison. Und beide Hagener Mannschaften könnten am Samstag Grund zum Feiern haben. Der VfL Eintracht Hagen II, der um 17.30 Uhr die HSG Menden-Lendringsen in der Sporthalle Mittelstadt empfängt und - mit Schützenhilfe der Konkurrenz - den endgültigen Klassenerhalt sichern könnte.Vor allem aber Klassenprimus TuS Volmetal, der um 19.15 Uhr beim direkten Verfolger TuS Spenge die Meisterschaft perfekt machen könnten. Schon ein Remis würde dem Team von Trainer Stefan Neff dazu reichen.

„Es ist das erste Spiel, wo wir aus eigener Kraft die Meisterschaft erringen können“, weiß Neff: „Zuvor benötigten wir immer noch die Hilfe der Konkurrenz.“ Er spricht von einer hohen Anspannung der Spieler, von denen viele noch nie in einer solchen Situation waren. Denn die Sporthalle der Realschule Spenge wird Samstag aus allen Nähten platzen, 1000 Zuschauer kommen bei Spitzenspielen immer. Jetzt wird aber gut ein Viertel davon den Spitzenreiter aus dem Hagener Süden unterstützen. „Es sind 147 Eintrittskarten verkauft worden. Drei Fan-Busse und noch einige Privatwagen werden sicherlich mehr als 200 Anhänger in den Kreis Herford bringen“, weiß Neff.

Ein großartiges Taktieren wird es am Samstag nicht geben. Mit 656 Toren präsentieren die Hausherren, gemeinsam mit der HSG Menden-Lendringsen, den besten Angriff der Liga. Doch die starke Volmetaler Abwehr will auch erst einmal bezwungen werden. Die Gastgeber, die seit 2001 immer zwischen 2. und 3. Liga pendelten, stiegen 2011 in die Oberliga ab und wollen die letzte Chance zum erneuten Aufstieg nutzen. Gegen eine Volmetaler Meisterschaft hat Spenges Trainer Heiko Holtmann grundsätzlich nichts einzuwenden. „Sie sollen den Titel aber nicht in unserer Halle holen“, meinte der 45-Jährige, der nach dreijähriger Pause wieder das Sagen hat.

Rainer Hantusch, Trainer der Eintracht-Reserve, hat selten von Schützenhilfe der Gegner gesprochen. Er vertraute immer seinen Spielern. Doch das allein reicht Samstag gegen Menden-Lendringsen noch nicht. Die Hantusch-Schützlinge würden bei einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Senden gegen Augustdorf und der HSG Gevelsberg/Silschede bei den Sportfreunden Loxten der große Sieger des 22. Spieltages sein. „Rumeiern gibt es am Samstag nicht. Ein doppelter Punktgewinn ist das wenigste, was rauskommen muss“, lautet die klare Vorgabe des Hagener Übungsleiters, der noch um die Einsätze der angeschlagenen Philipp Hinkelmann, Philipp Schmitz und Lars Henkels bangt. Im Hinspiel holten sich die Eintrachtler in Menden beim 22:22 einen wichtigen Zähler mit einem überragenden Hinkelmann, der damals neun der 22 Hagener Treffer erzielte. „Ich glaube, Menden liegt uns. Wenn auch einige meiner Spieler angeschlagen sind, gehen wird positiv ins Spiel und wollen auch gewinnen“, meint Hantusch.