Volleyballer kennen keine Karnevals-Pause

Der TuS Halden Herbeck  muss zum Tabellenführer Königsborner SV,
Der TuS Halden Herbeck muss zum Tabellenführer Königsborner SV,
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen. Fast alle heimischen Volleyball-Teams müssen auch am jecken Wochenende ans Netz – drei Vertretungen sogar am Karnevalssonntag!

Damen-Landesliga: Zumindest davon bleibt der TV Hasperbach bei der Partie gegen die SuS Ostereiden (Sa., 16 Uhr, Dortmund-Aplerbeck) verschont, ansonsten türmen sich aber einige Probleme vor Trainer Uwe Lungwitz auf. „Unter der Woche waren sechs Spielerinnen wegen eines grippalen Infekts krank, wir können nur hoffen, dass sich die Lage bis zum Samstag wieder entspannt“, sieht es für Spielführerin Katrin Hummert momentan nicht gut aus. Definitiv ausfallen werden Daniela Adam und Steffi Oberste.

Herren-Landesliga: Für den TuS Halden-Herbeck müsste es schon mehr als närrisch zugehen, damit bei Tabellenführer Königsborner SV am Ende etwas Zählbares herausspringt (Samstag, 17 Uhr). „Alle objektiven Parameter sprechen gegen uns“, so Kapitän Markus Bürger. Denn mit Tim Henke und Christian Lünstroth fehlen zwei Akteure aus der erfolgreichen Mannschaft der Vorwoche, „und auch wenn Andre Sauer wieder zurückkehrt, sind wir nur sechs Spieler plus Libero.“ Da allerdings die anderen Kellerkinder Concordia Hagen und Schwerte gegen Königsborn zumindest einen Punkt holen konnten, steht Halden entgegen aller Widrigkeiten ein wenig unter Zugzwang.

Den Druck könnte Concordia Hagen noch vergrößern, wenn am Sonntag (16 Uhr, Brilon) gegen den Soester TV eine ähnliche Überraschung gelingt wie Halden vor einer Woche. Doch zu optimistische Prognosen sind nach den extremen Leistungsschwankungen beim SCC verpönt, auch wenn mit Justus Ramge vermutlich wieder auflaufen kann.

Herren-Bezirksliga: Es ist einmal mehr Derby-Zeit, allerdings zu einem denkbar ungünstigen Termin. Nämlich genau dann, wenn sich der Boeler Umzug durch den Hagener Norden bewegt, müssen Fichte Hagen und der TV Berchum (So., 15 Uhr, Herscheid) im tiefsten Sauerland aufschlagen - und die Begeisterung hält sich auf beiden Seiten in engen Grenzen. „Umso wichtiger, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren, sonst wäre es doppelt bitter“, gibt Fichtes Rückkehrer Fabian Hackbarth ein eindeutiges Ziel aus. Bis auf den Langzeitverletzten Martin Pollok (Kreuzbandriss) kann Fichte das beste Team aufbieten. Berchums Personaldecke ist nach den Ausfällen von Stefan Heinig, Sebastian Dierssen, Sebastian Prinz und Leif Korthaus dagegen maximal ausgedünnt.

Sechziger nach Sieg beflügelt

In eigener Halle empfängt der TuS Volmetal am Samstag (15 Uhr, Henry-van-de-Velde-Schule) den TuS Linscheid-Heedfeld. Viel wird bei den Gastgebern davon abhängen, ob die zuletzt schmerzlich vermissten Bodo Klimm und Jens Helmecke wieder einsatzbereit sind. Anschließend bietet sich dem TSV Hagen 1860 die Chance, mit einem Sieg gegen die Iserlohn Panthers den sechsten Platz zu sichern und Anschluss an das gesicherte Mittelfeld zu finden. Der Sieg gegen Hasperbach hat die 60er enorm beflügelt. Allerdings muss der TSV weiterhin auf den am Knie verletzten Matthias Meisborn und den urlaubenden Lothar Winnen verzichten, auch Zuspieler Didi Baumeister fällt für mindestens drei Wochen aus. Zum Glück ist mit Christian Bunse ein wichtiger Leistungsträger aber wieder an Bord.