Volleyball-Klasse wird zu „Hagener Derby-Liga“

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Natürlich hatten die Hagener Volleyball-Bezirksligisten darauf gehofft, doch bis zur endgültigen Staffeleinteilung waren Restzweifel geblieben: Sieben Teams aus einem Kreis in einer Staffel? Am Ende konnte tatsächlich gejubelt werden, denn die „Hagener Derbyliga“ wird Realität!

Mit den Landesliga-Absteigern Concordia Hagen und TuS Halden-Herbeck sowie dem „Bezirksliga-Inventar“ TV Hasperbach, TuS Volmetal, TSV Hagen 1860, Fichte Hagen und TV Berchum gibt es brisante Nachbarschaftsduelle im Dutzend, kurze Anfahrtswege sind garantiert. Und der sportliche Ansporn in einem Derby ist naturgemäß höher, als wenn es gegen ein unbekanntes Team aus dem Siegerland geht. „Damit wird jeder Spieltag zum Kracher“, bringt es Berchums Kapitän Stefan Heinig auf den Punkt

Komplettiert wird die Zehnerliga von zwei alten Bekannten – TuS Linscheid-Heedfeld und den Iserlohn Panthers – und einem Neuling aus dem Hochsauerland-Kreis, dem SSC Stockum, der in Sundern beheimatet ist. „Mit maximal einer weiten Fahrt in einer Saison können wir natürlich auch bestens leben“, ist 60-Mittelblocker Michael König glücklich darüber, dass so gut wie alle Partien mit einem Anfahrtsweg von maximal 20 Minuten zu erreichen sind. Dass darüber hinaus innerhalb einer Liga der inoffizielle Stadtmeister-Titel ausgespielt werden kann, ist ein perfektes Zusatzbonbon.

Damen müssen ins Siegerland

Während die Herren also hochzufrieden sein können, landeten die Damen der SG Boelerheide und von Concordia Hagen erneut in der ungeliebten Siegerland-Gruppe. Und hier gibt es, wie schon in der Vorsaison, keine weiteren Lichtblicke außer den Spielen beim Ortsnachbarn. Mit TuS Versetal, CVJM Siegen, Eichen-Kreuztal II, SFG Olpe III, Kredenbach-Lohe und Salchendorf II ist wieder einmal alles vertreten, was ordentlich Kilometer auf die Tacho-Uhr schafft. „Aber mittlerweile sind wir ja Kummer gewohnt – und motzen nützt auch nichts“, hatte Boelerheides Spielführerin Irene Heidasch schon geahnt, dass es wieder ausschließlich ins Sauer- und Siegerland gehen würde.

Da hat es Damen-Landesligist TV Hasperbach schon besser erwischt, zumindest geografisch betrachtet, denn das Team von Trainer Uwe Lungwitz hat einen bunten Strauß an Mannschaften erwischt, die quer durch NRW verteilt sind. Neben dem „Fast-Nachbarn“ Iserlohn Panthers warten Jahn Dortmund, der TV Brechten, RC Sorpesee, GW Werl, Tus Bönen, VV Schwerte IV und SuS Oberaden auf das klassenhöchste Team des Kreises. „Einige Mannschaften sind völlig neu für uns, was natürlich sehr reizvoll ist“, freut sich Sprecherin Karina Schmidt mit ihrer Mannschaft auf die Aufgaben. Ziel der Hasperbacherinnen ist es, sich auch in der neuen Staffel zu behaupten und im dritten Jahr der Ligazugehörigkeit die Klasse zu halten.