Viele hämische Kommentare beim Derby

Wetter/Herdecke..  Fußball-Zuschauer sind kritische Menschen. Oft wissen sie mehr als der Trainer – und wenn’s ganz schlimm ist, wird der Fan zum sarkastischen Kommentator. Ein Musterbeispiel dieser Fußballleidenschaft gab es am Ostermontag am Bleichstein zu erleben.
Dort empfang die TSG Herdecke den Tabellenführer FC Wetter. Eins vorab: Die Gastgeber hatten die Lokalkonkurrenten gut im Griff. Doch das Geschehen auf dem Rasen bewegte so manchen Zuschauer zu lautstarker Beteiligung. „Wenn ich das sehe, bin ich beruhigt. So steigen wir niemals in die Landesliga auf, da sparen wir wenigstens die Beitragserhöhung“ lauteten die Kommentare, und „wenn da noch so ein Alleskönner über seine eigenen Füße stolpert, helfe ich dem“. Wetters Co-Trainer Fatih Esbe kam allerdings zu einem ähnlichen Urteil: „Das hatte mit Fußball nicht viel zu tun.“ Es sei das alte Spiel: „Die Jungs müssen endlich begreifen, dass sie sich als Tabellenführer jeden Spieltag wieder beweisen müssen.“ Auch die TSG-Anhänger hatten bei so mancher Aktion ihrer Mannschaft hämische Kommentare auf den Lippen. Doch das Spiel der Herdecker sorgte immerhin zwei Mal für die Führung gegen den Tabellenführer. Nach einer Roten Karte und einem Eigentor zum 2:2-Endstand war Trainer Maik Gehrmann allerdings nicht gerade euphorisch: „Ich glaube, ich habe mich noch nie so wenig über einen Punktgewinn gefreut.“
Große Freude dagegen wieder auf dem Brasberg: Mit 3:1 gewann der TuS Wengern gegen den SSV Kalthof und hat noch vier Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Nur eines fehlte zum Glück. „Wir mussten kurzfristig noch einige Ausfälle verkraften und konnten nur mit zwei Auswechselspielern spielen. Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Wochen wieder bessert“, sagte TuS-Spielertrainer Kevin Stürzekarn nach der Partie.