Viel Kompetenz am Spielfeldrand beim VfL Eintracht

Zum Handball-Kompenzteam des VfL Eintracht Hagen gehören Michael Stock, Rüdiger Heite, Ralf Wilke, Levent Cengiz, Hans-Peter Müller, Christian Kampmann, Detlef Spruth und Lars Hepp (von links).  Es fehlen Jörg Brodowski, Andreas Griesel, Jörn Ilper und Berthold Filmar.Foto:Michael Kleinrensing
Zum Handball-Kompenzteam des VfL Eintracht Hagen gehören Michael Stock, Rüdiger Heite, Ralf Wilke, Levent Cengiz, Hans-Peter Müller, Christian Kampmann, Detlef Spruth und Lars Hepp (von links). Es fehlen Jörg Brodowski, Andreas Griesel, Jörn Ilper und Berthold Filmar.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Ob der VfL Eintracht Hagen in der Saison 2015/16 in der 2. Handball-Bundesliga antritt, wird man frühestens am Pfingstsamstag gegen 16.30 Uhr wissen. Um 15 Uhr treten die Grüngelben im Rahmen des Relegationsturniers der Drittliga-Vizemeister in Dresden gegen den Verlierer des Eröffnungsspiels HC Elbflorenz gegen HF Springe an, das um 11.30 Uhr beginnt. Gewinnt die Truppe von Trainer Lars Hepp ihre erste Partie, ist der Aufstieg geschafft, da sich zwei der drei Mannschaften für Liga zwei qualifizieren. Bei einer Niederlage hätte der VfL Eintracht gegen den Sieger aus Spiel eins eine zweite Chance.

Auf dem Spielfeld muss sich der Vizemeister der 3. Liga West die Zweitklassigkeit also erst noch erkämpfen. Dass man innerhalb der Handball-Abteilung des gut 650 Mitglieder zählenden Traditionsklubs für die erste Zweitliga-Spielzeit seit 15 Uhr gut genug aufgestellt ist, steht nicht nur für Klubchef Detlef Spruth außer Frage: „Andere Vereine wären heilfroh, wenn sie so viele Leute hätten, die sich ehrenamtlich für den Handballsport engagieren“, sagt Michael Stock, als „Koordinator Leistungssport“ Mitglied des mehr als zehnköpfigen Kompetenzteams, mit dem die Eintracht-Handballer in die Saison 2015/16 gehen werden. Am liebsten natürlich als Zweitligist.

Michael Stock Koordinator

Neu in diesem Kreis ist neben Stock, der bisher beratend tätig war und schon bei Ex-Drittligist TuS Wermelskirchen eng mit dem Sportlichen Leiter Andres Griesel zusammengearbeitet hat, unter anderem Hans-Peter Müller. Der 61-jährige Übungsleiter, der vor zehn Tagen die HSG Gevelsberg/Silschede in einem Herzschlagfinale zum Oberliga-Klassenerhalt führte, verstärkt wie der neue Landesliga-Coach Jörg Walter den Trainerstab. Er soll vor allem Perspektivspieler an die Seniorenmannschaften heranführen und bei Bedarf als Trainer des Oberliga-Teams oder Assistenzcoach der „Ersten“ aushelfen. Denn wenn die Hepp-Truppe den Sprung in die 2. Liga schafft, die nach dem jetzigen Stand mit 21 Vereinen (!) spielen wird, werden sich Termin-Überschneidungen von 1. und 2. Mannschaft häufen, weshalb Rainer Hantusch, Trainer des Oberliga- und Assistenzcoach des Drittligateams, entlastet werden muss.

„Ich habe gehört, die Luft in Hagen ist so gut“, scherzt „HaPe“ Müller, um seinen Wechsel an die Volme dann wie folgt zu begründen: „Detlef Spruth kenne ich seit mehr als 30 Jahren, Lars Hepp hat bei mir zwei Trainerscheine gemacht.“ Müller ist Mitglied des westfälischen Lehrstabes. Des Weiteren wolle er mithelfen, „dass Handballer in Hagen bleiben und andere, die weggegangen sind, zurückkommen.“

Denn wenn es mit dem Aufstieg klappt, will der VfL Eintracht nicht nur in die 2. Bundesliga hineinschnuppern, sondern sich in dieser Spielklasse etablieren. „Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft an den Start schicken“, verspricht Spruth. Unter anderem erhofft man sich von einer Zweitliga-Mannschaft auch eine Sogwirkung für den Nachwuchs. „Die Möglichkeit, mit dem Zweitligateam trainieren zu können, kann für Talente ein Anreiz sein, nach Hagen zu kommen“, glaubt A-Jugendcoach Levent Cengiz, der mittelfristig die A-Jugend-Bundesliga anstrebt.

Zwar hält Detlef Spruth den Handballsport insgesamt auch aufgrund von Defiziten auf Verbandsebene („der Schub des WM-Gewinns 2007 wurde nicht genutzt“) noch „nicht am unteren Ende angekommen“, andererseits stellt der Eintracht-Vorsitzende den Aufschwung in der Region heraus. Dafür stehen unter anderem der Drittliga-Neuling TuS Volmetal, Oberliga-Aufsteiger HTV Sundwig/Westig und Verbandsliga-Aufsteiger HSG Hohenlimburg. „Wenn man dann noch Drittligist Schalksmühle-Halver hinzunimmt, dann entsteht hier so etwas wie eine Handball-Hochburg“, so Spruth. In dieser will der VfL Eintracht Hagen Anführer sein. Mit einem zweitligatauglichen Team auf dem Feld und viel Kompetenz am Spielfeldrand.

Von Detlef Spruth bis Jörn Ilper

Das Handball-Kompetenzteam 2015/16 des VfL Eintracht Hagen bilden: Detlef Spruth (1. Vorsitzender), Ralf Wilke (2. Vorsitzender), Jorg Brodowski (Geschäftsführer Sportmanagement GmbH), Christian Kampmann (Mannschaftsverantwortlicher Oberligateam), Andreas Griesel (Sportlicher Leiter Leistungssport), Michael Stock (Koordinator Leistungssport), Hans-Peter Müller (Koordinator Perspektivkader), Jörg Walter (Trainer Landesligamannschaft), Rüdiger Heite (Abteilungsleiter Amateure), Berthold Filmar (Verantwortlicher Jugendabteilung), Jörn Ilper (Jugendkoordinator) und Levent Cengiz (mit Jörn Ilper Trainer der A-Jugend).

Aufstiegsrelegationsturnier auf einen Blick

Spieltermin und Spielort: Pfingstsamstag, 23. Mai, EnergieVerbund Arena Dresden.

Spielplan: HC Elbflorenz - HF Springe (11.30 Uhr), Verlierer Spiel 1 - VfL Eintracht Hagen (15 Uhr), Sieger Spiel 1 - VfL Eintracht Hagen (17.30 Uhr).

Modus: Wenn das erste Spiel unentschieden endet, spielt zuerst Elbflorenz gegen Eintracht. Zwei der drei Teams steigen auf.