Viel Fleiß von VfL-Assen gefordert

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Die Konkurrenz spielt schon um Punkte, die Handballer des VfL Eintracht Hagen tun dies erst in zwei Wochen wieder. Doch das Wochenende dürfte für die Spieler des Drittliga-Spitzenreiters körperlich weit anstrengender als für die Rivalen im Titelkampf werden. Am heutigen Samstag bittet Trainer Lars Hepp zum Eintages-Trainingslager in die Enervie Arena, tags darauf reist das Team nach Hessen in die Nähe Hanaus: Beim Turnier der SG Bruchköbel stehen bis zu vier Partien mit insgesamt 120 Minuten Spielzeit an. „Ich hoffe, dass wir die maximale Anzahl an Spielen haben, um die Praxis zu bekommen, die die anderen durch ihre Meisterschafts-Partien erhalten“, sagt Hepp.

In der Bruchköbeler Dreispitzhalle treten die Hagener in der Vorrunde gegen die klassengleiche MSG Groß-Bieberau/Modau (3. Liga Ost, 12.45 Uhr) und Oberligist HSG Hanau (14.15 Uhr) an. Die beiden Gruppenersten messen sich anschließend in Halbfinale und Platzierungsspielen mit den anderen Turnier-Teilnehmern - neben Zweitligist TV Großwallstadt die Oberligisten SG Bruchköbel und HSG Rhein-Nahe Bingen. Gespielt wird je einmal 30 Minuten, das Endspiel ist für 18.15 Uhr vorgesehen. „Ein ganz interessantes Turnier“, setzt Hepp auf sportliche Herausforderungen für sein Team. Durch den Kontakt des nun in Hessen ansässigen Ex-Eintrachtlers Marius Neukamp, der in der Vorsaison noch für Bruchköbel in der Oberliga spielte, kam der Kontakt nach Hagen zustande.

In der zweiwöchigen Weihnachts-Pause, so betonte Hepp, hätten seine Spieler nicht ausschließlich die Beine hoch gelegt. „Die Jungs waren fleißig“, lobte der VfL-Trainer nach dem Trainingsauftakt: „Der körperliche Zustand ist erfreulich, so können wir schnell zum Feinschliff übergehen.“ Ihm komme die Hagener Spielpause bis zum 24. Januar, wenn man bei Schlusslicht HSG Wiesbaden antritt, ganz gelegen: „So können wir noch mal in Ruhe an ein paar Dingen arbeiten.“ Und eine Basis für die zweite Saisonhälfte legen. Zumal der VfL Eintracht danach ohne Verschnaufpause im Wochenrhythmus gefordert ist, selbst am Ostersamstag (4. April) tritt man - daheim gegen Wiesbaden - an. Hepp: „Bis in den Mai haben wir nur noch ein spielfreies Wochenende.“

Mit allen Feldspielern des Kaders kann der VfL Eintracht am Sonntag in Bruchköbel antreten, nur der nach seinem Kreuzbandriss bis Saisonende fehlende Torhüter Tobias Mahncke ist nicht dabei. Ersatz für ihn ist noch nicht verpflichtet, die Gespräche um Wunschkandidat Jannis Michel (GWD Minden) laufen. „Es hakt noch“, sagte VfL-Marketingmanager Jörg Brodowski. Zum Turnier nimmt Hepp deshalb als Keeper nur Max Conzen mit - und ist überzeugt: „Das kriegt der hin.“