VfL-Reserve im Kellerduell gefordert

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Im westfälischen Handball-Oberhaus fliegt am Wochenende wieder der Ball. Am 12. Spieltag empfängt der VfL Eintracht Hagen II am Samstag um 17.30 Uhr in der Sporthalle Mittelstadt den TuS Möllbergen. Eine halbe Stunde später, um 18.00 Uhr, erfolgt in der Witex-Halle in Augustdorf der Anwurf zum Spiel zwischen der HSG Augustdorf/Hövelhof und dem TuS Volmetal.

Es ist zwar erst der vorletzte Spieltag der 1. Serie, doch die Begegnung des VfL Eintracht gegen Möllbergen ist ein echtes Keller-Duell. Sechs Punkte haben die Eintrachtler erst auf ihrem Konto, acht Zähler sind es bei den Gästen. Doch bei den Eintrachtlern ist keine Panik angesagt. Vor zwei Jahren stand am gleichen Spieltag der VfL Eintracht II mit Trainer Sascha Simec mit 2:20 Punkten ganz unten und war in der Endabrechnung mit 26:26 Punkten noch Tabellensiebter. Fünf Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz.

VfL-Übungsleiter Rainer Hantusch hat die Pause zwischen den Feiertagen mit der Teilnahme an den Hagener Stadtmeisterschaften genutzt und ohne Verlustpunkt sich den Titel für ein weiteres Jahr gesichert. Gegen den letztjährigen Tabellenelften TuS Möllbergen, der rechtzeitig den Klassenerhalt sichern will, wird es nicht so einfach sein, einen Sieg einzufahren. Nicht zuletzt deshalb, weil die Gäste von der Porta Westfalica eine ausgesprochene Auswärtsstärke aufweisen. Vier von fünf Begegnungen haben die Ostwestfalen in der Fremde gewonnen. Für Hantusch ist das Spiel wichtig, zumal danach zwei Auswärtsspiele bei SG Handball Hamm II und Sportfreunde Loxten folgen. „Möllbergen ist ein unangenehmer Gegner mit einer starken Abwehr“, beschreibt Hagens Coach den samstäglichen Gegner. Da seine langzeitverletzten Spieler immer noch nicht fit sind, muss Rainer Hantusch mit dem Rest auskommen. „Der ist aber auch nicht schlecht“, lobt der VfL-Übungsleiter.

Ganz anders sieht es zurzeit beim Klassenprimus TuS Volmetal vor der Begegnung bei der HSG Augustdorf/Hövelhof aus. Die Schützlinge von Trainer Stefan Neff haben gegenüber Verfolger HSG Menden/Lendringsen, der allerdings ein Spiel mehr auf seinem Konto hat, einen Vorsprung von drei Zählern. Vor Bielefeld und Ahlen sind es vier Punkte. Doch auch die sind keine Ruhekissen. Vor gut einem Jahr unterlag der Spitzenreiter aus dem Volmetal in Augustdorf mit 18:20. „Samstag ist die Aufgabe für uns lösbar, wenn auch die Heimstärke und die spielerischen Mittel der Gastgebers in dieser Spielzeit nicht zu verachten sind“, sagt Neff und weist auf die klaren Augustdorfer Siege gegen HSG Gevelsberg/Silschede, Eintracht Hagen II und SG Hamm hin.

Die Stammbesetzung beim TuS ist durch die kränkelnden Niko Kötter und Philipp Brüggemann etwas gefährdet. „Eintracht Hagen II und HSG Gevelsberg/Silschede drücken uns sicher die Daumen“, glaubt Stefan Neff bei aller Rivalität, weil bei einer HSG-Niederlage beide heimischen Teams die Ostwestfalen überholen können. Volmetals Felix Bauer wird übrigens nach der Saison wieder zu seinem Stammverein HSG Hohenlimburg zurückkehren.