VfL Eintracht zu 100 Prozent fokussiert auf Neusser HV

Zum 35:30-Erfolg im Hinspiel gegen Neuss steuerte Jens Reinarz 13 Tore bei. Damit war der Eintracht-Kapitän der herausragende Akteur.
Zum 35:30-Erfolg im Hinspiel gegen Neuss steuerte Jens Reinarz 13 Tore bei. Damit war der Eintracht-Kapitän der herausragende Akteur.
Foto: WP

Hagen..  Neuss vor der Brust und Ferndorf schon im Sinn? „Auf gar keinen Fall“, widerspricht Lars Hepp, Trainer des VfL Eintracht Hagen. Die Konzentration aller sei zu 100 Prozent auf das Handball-Drittliga-Spiel am Samstag um 19 Uhr beim Neusser HV gerichtet. Erst wenn die Arbeit gegen den abstiegsgefährdeten Tabellen-13. am Samstagabend erledigt ist, soll der Countdown für das sechs Tage später in der Enervie Arena stattfindende Gipfeltreffen mit dem Tabellenführer und einzigen Titelrivalen Ferndorf beginnen.

„Die Neusser haben eine gute und gefährliche Mannschaft, die es uns im Hinspiel nicht leicht gemacht hat“, erinnert sich der Hagener Übungsleiter an den 35:30-Erfolg Anfang Oktober am Ischeland. Mittelmann Christopher Klasmann, mit 98 Toren, darunter 30 Siebenmeter, erfolgreichster Torschütze des Gegners, traf damals sieben Mal. Rechtsaußen Dennis Aust, dem vor drei Wochen beim 30:30 in Soest 13 Treffer gelangen, ist mit 92 Toren zweitgefährlichster Angreifer der Rheinstädter. Ein verwandelter Strafwurf ist nicht darunter. Thomas Bahn (79/1), der im linken oder mittleren Rückraum spielt, fehlte den Neussern beim Hinspiel in Hagen. Genau wie Felix Handschke. Der Linksaußen kam erst im Januar vom Ligarivalen SG OSC Löwen Duisburg.

Eine der beiden Winter-Nachverpflichtungen des VfL Eintracht war Almantas Savonis. Ob der aus Korschenbroich gekommene Torwartroutinier in Neuss mitwirken kann, war gestern noch offen. Der 45-jährige Litauer lag zuletzt grippekrank flach. Johannes Sonnenberg wird wegen einer Knieprellung noch fehlen. Die langzeitverletzten Tobias Mahncke und Lukas Tebbe erwähnt Coach Hepp gar nicht mehr.

Lukas Tebbe zum Longericher SC

Der Rückraum-Rechte Tebbe, der auch in seiner zweiten Saison beim VfL Eintracht immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, wird nach Berichten des Longericher SC den Tabellenführer der Oberliga Mittelrhein verstärken, in dessen D-Jugend er das Handballspielen begann. „Einen Großteil der Spieler und den Trainer kenne ich bereits. Dieser Wechsel ist also für mich keine Wundertüte, sondern ein Back-Home-Projekt”, sagte der 25-Jährige bei seiner Vorstellung.

„Pütz hätten wir gerne gehalten“

Wie berichtet, werden auch Rechtsaußen Markus Sonnenberg, der hauptsächlich im Oberliga-Team zum Einsatz kam, und Linksaußen Peer Pütz die Grüngelben verlassen. Beide haben für die nächste Saison bei Oberligist TuS 82 Opladen zugesagt. Pütz, der beim 37:17-Sieg zuletzt gegen Ratingen acht Tore nach der Pause erzielte, hätte man gerne gehalten, so Andreas Griesel, Sportlicher Leiter des VfL Eintracht. Aber der 24-jährige Linksaußen, der bei seinem Stammverein Opladen seit vier Jahren Jugendtrainer ist und demnächst bei einem A-Jugend-Bundesligisten Assistenzcoach werden soll, habe in Hagen mit Jens Reinarz halt eine spielbestimmende Person vor der Nase gehabt. „Es muss ja kein Abschied für immer sein“, so Griesel, „auch wenn sich das nach einer Floskel anhört.“