VfL Eintracht wie Ferndorf für Showdown gerüstet

Der  junge Thomas Rink stellte in Neuss unter Beweis, dass er am Kreis eine zuverlässige Alternative ist.
Der junge Thomas Rink stellte in Neuss unter Beweis, dass er am Kreis eine zuverlässige Alternative ist.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Neuss/Hagen..  Wenn am Freitag um 20 Uhr in der Enervie Arena das Giganten-Duell der 3. Handball-Liga West steigt, dann treffen 29 Siege in Folge aufeinander. Der Tabellenzweite VfL Eintracht Hagen, im Topspiel Gastgeber, fuhr am Samstag beim Neusser HV mit 36:27 (18:10) seinen zehnten Erfolg in Serie ein. Spitzenreiter TuS Ferndorf, der mit einem Punkt Vorsprung ins Gipfeltreffen geht, war sogar zum 19. Mal hintereinander siegreich (34:25 gegen den Soester TV). Beide Seiten scheinen für den großen Showdown bestens gerüstet zu sein.

„Wir haben 50 Minuten lang sehr gut gespielt“, hatte Eintracht-Trainer Lars Hepp in Neuss bis zur 34:20-Führung nichts zu bemängeln. „Dass die Gastgeber in den letzten zehn Minuten noch ein bisschen herangekommen sind, nehme ich auf meine Kappe.“ Da probierte der Hagener Übungsleiter ein paar Varianten aus. Philipp Hinkelmann zum Beispiel versuchte sich im rechten Rückraum, Kapitän Jens Reinarz spielte auf der Mitte. Auch wenn nicht alles klappte, verdiente sich ein Akteur in der Schlussphase ein ausdrückliches Lob: „Thomas Rink, der in den letzten 15 Minuten am Kreis gespielt hat, hat seine Sache sehr gut gemacht“, attestierte der VfL-Coach dem 22-jährigen 1,95-m-Mann, „seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt zu haben.“

Almantas Savonis konnte dies am Samstag nicht. Nach einem grippalen Infekt stand der 45-jährige litauische Torwart zwar auf dem Spielbericht, blieb aber wie der 20-jährige Mittelmann Philipp Schmitz auf der Bank. Im Tor spielte Max Conzen 60 Minuten durch. Er erwies sich als sicherer Rückhalt hinter engagiert verteidigenden Vorderleuten, die auch einige Phasen in Unterzahl gut überstanden. Nachdem Jens Reinarz per Siebenmeter und Marius Kraus für eine 2:0-Führung gesorgt hatten, schafften die um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeber nicht ein einziges Mal den Ausgleich. 6:1 und 10:4 aus Hagener Sicht waren die Durchgangsstationen auf dem Weg zur Achttore-Pausenführung. Acht Minuten nach der Halbzeit war erstmals ein Zehntore-Vorsprung erreicht (24:14).

Am Ende waren es neun Treffer Differenz, genau wie beim großen Rivalen TuS Ferndorf im Heimspiel gegen Soest. „Bis Samstag hatten wir nur Neuss im Kopf, jetzt spürt man die Vorfreude auf die große Aufgabe, die am Freitag auf uns wartet“, verriet Lars Hepp.

Ob Johannes Sonnenberg (Knieprellung), der in Neuss neben den langzeitverletzten Tobias Mahncke und Lukas Tebbe fehlte, dann wieder mitwirken kann, ist noch offen. „Das müssen die Ärzte entscheiden“, so der Eintracht-Coach.

VfL Eintracht Hagen: Conzen; Hinkelmann (1), Ciupinski (5), Pütz (1), Schneider (4), Krause (2), Rink (2), Renninger (4), Aschenbroich (2), Reinarz (11/7), Kraus (4), van Walsem.

Haupttorschützen Neuss: Cosic (6), Klasmann (5), Handschke (4), Bahn (3), Aust (3).