VfL Eintracht startet „Unternehmen Aufstieg“ um 7 Uhr

Linksaußen Peer Pütz, der seine Rückenbeschwerden auskuriert hat, will vor seiner Rückkehr nach Opladen mit dem VfL Eintracht in die 2. Bundesliga aufsteigen.Foto:Michael Kleinrensing
Linksaußen Peer Pütz, der seine Rückenbeschwerden auskuriert hat, will vor seiner Rückkehr nach Opladen mit dem VfL Eintracht in die 2. Bundesliga aufsteigen.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen. „.  Der frühe Vogel fängt den Wurm“, heißt es. Schon um 7 Uhr brechen die Drittliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen am Freitag in Richtung Dresden auf, wo am Samstag die Aufstiegsrelegation der Vizemeister ansteht. Bereits am Nachmittag wollen die Grüngelben in der EnergieVerbund Arena, wo am Samstag gespielt wird, eine Trainingseinheit absolvieren.

„Schlafen kann man auch im Bus.“ VfL-Kapitän Jens Reinarz, der sich wie viele im Bergischen Land wohnende Teamkameraden noch erheblich früher auf den Weg machen muss, glaubt nicht, dass die kurze Nacht Spuren negativer Art hinterlässt. Höchstes positive, wenn die heutige Übungseinheit Früchte trägt. Zeigen wird sich das am Samstag ab 15 Uhr, wenn das Eintracht-Team gegen den Verlierer der Auftaktpartie zwischen Gastgeber HC Elbflorenz und den Handballfreunden Springe antritt. Für 17.30 Uhr ist dann die Partie „Verlierer Spiel 1 gegen VfL Eintracht“ angesetzt. Sie soll auf jeden Fall stattfinden, auch wenn beide Kontrahenten schon als Aufsteiger feststehen.

Nummerisch werden die Fans des gastgebenden Ost-Vizemeisters Elbflorenz am Samstag sicherlich in der Überzahl sein. Aber sowohl der Nord-Zweite Springe als auch West-Vizemeister VfL Eintracht Hagen haben zwei Fan-Busse voll bekommen und werden darüber hinaus auch Anhänger hinter sich haben, die per Pkw anreisen. Insgesamt jeweils in dreistelliger Zahl. „Falls im ersten Spiel Springe gegen Elbflorenz gewinnt, werden uns in der Partie gegen Elbflorenz, die dann folgen würde, Springes Fans bestimmt unterstützen. Weil ihr Verein als Aufsteiger feststeht, wenn wir bei dieser Konstellation gewinnen“, davon geht Eintracht-Coach Lars Hepp aus.

In der Nord-Meisterschaftsrunde haben die Handballfreunde aus der knapp 30 000 Einwohner zählenden Stadt im Großraum Hannover die Vizemeisterschaft mit 51:9 Punkten deutlich souveräner eingefahren als die Oststaffel-Kollegen aus Dresden (40:20). Lars Hepp hält die Niedersachsen für tiefer besetzt als Elbflorenz. Mit Linksaußen Max Kolditz (126 Treffer) und dem auf der rechten Seite agierenden Pawel Pietrak (102) führen zwei Außen Springes Torschützenliste an. Bei Elbflorenz waren Kreisläufer Rico Göde und der Rückraumlinke Alexander Matschos (je 113) in der Liga am erfolgreichsten.

Der VfL Eintracht kann in Dresden wieder auf Linksaußen Peer Pütz bauen, der seine Rückenbeschwerden auskuriert hat. Aus dem Oberligakader fahren Alex Katsigiannis, Jan Wilhelm, Philipp Hinkelmann und Torwart Björn Minzlaff mit. Um bei Bedarf personell reagieren zu können. Außerdem würde auch dieses Quartett sich bestimmt gerne als Aufsteiger feiern lassen.

VfL Eintracht hat Lizenz ohne Auflagen

Wenn sich der VfL Eintracht Hagen sportlich für die 2. Bundesliga qualifiziert, ist der Aufstieg sicher. Am Donnerstag erhielten die Eintrachtler die Lizenz ohne Auflagen. Auch die Relegationsgegner Handballfreunde Springe und HC Elbflorenz dürften den Aufstieg antreten.