VfL Eintracht Hagen hofft auf Finale gegen SC Magdeburg

Da jubelte Robert Weber noch, wenig später verlor der SC Magdeburg das Pokalfinale 2015 gegen Flensburg.
Da jubelte Robert Weber noch, wenig später verlor der SC Magdeburg das Pokalfinale 2015 gegen Flensburg.
Foto: imago/Jan Huebner
Der Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen trifft in der ersten Runde des reformierten DHB-Pokals erst auf den Oranienburger HC - und träumt bereits vom Finale gegen den SC Magdeburg. Ein Gespräch mit Andreas Griesel, dem sportlichen Leiter der VfL.

Hagen.. Den Modus der ersten Runde im DHB-Pokal (15./16. August) hatte der Deutsche Handballbund zwar geändert, bei der Auslosung mussten aber trotzdem 64 Mannschaften auf 32 Spiele beziehungsweise 16 Turniere im Final-Four-Modus aufgeteilt werden. Also rollten am Dienstagmittag die Loskugeln durch zwei große Glasschalen und stand am Ende ein imposantes Tableau fest.

Der Zweitliga-Aufsteiger VfL Eintracht Hagen trifft im Halbfinale des Turniers beim Ligarivalen SV Henstedt-Ulzburg nördlich von Hamburg auf den Drittligisten Oranienburger HC. Im Finale wartet der Sieger der Partie zwischen dem Gastgeber und Bundesligist SC Magdeburg. Ein Gespräch mit Andreas Griesel, dem sportlichen Leiter des VfL Eintracht.


Herr Griesel, wie bewerten Sie die Pokalauslosung für den VfL Eintracht Hagen?
Andreas Griesel: Wir hatten bereits im Vorfeld der Auslosung über die Sinnhaftigkeit der Neuerungen im DHB-Pokal diskutiert und es war klar, dass man ein bisschen Glück haben muss, um in das Achtelfinale einziehen zu können. Mit dem SC Magdeburg haben wir aber das viertschwerste Los erwischt.


Der SC Magdeburg wäre der Gegner im Turnierfinale. Allerdings wartet im Halbfinale erstmal der Oranienburger HC, in der vergangenen Saison Fünfter der Nordstaffel in der 3. Liga. Ist das für Sie kein ernstzunehmender Gegner?
Doch, doch! Wir dürften als Aufsteiger in die 2. Bundesliga aber schon als leichter Favorit in diese Partie gehen. Natürlich: Der Termin des Pokalturniers liegt kurz vor der Saison, wir kommen aus einer harten Vorbereitung - ein Selbstläufer wird das Spiel gegen Oranienburg gewiss nicht.


Welchen Stellenwert besitzt der Pokal für Sie?
Es ist schön, dabei zu sein. Aber jeder Klub, der nicht Erstligist ist, sollte den Fokus nicht zu sehr auf den Pokal legen. Die Chancen, als unterklassiger Gegner eine Überraschung zu schaffen, sind sehr gering. Deshalb glaube ich, dass unser Trainer Lars Hepp dieses Wochenende als weitere Testeinheit auffasst. Ein Duell mit dem SC Magdeburg wäre ein i-Tüpfelchen für die Mannschaft und cool, weil wir dann auch am zweiten Tag im Norden ein Highlight hätten.


Im vergangenen Jahr schlug der VfL Eintracht Hagen mit dem VfL Gummersbach übrigens auch einen Bundesligisten in der Saison-Vorbereitung...
(lacht) Es sollte aber niemand darauf setzen, dass ein Spiel gegen Magdeburg auch so ausgehen könnte. Der SC ist die viertbeste Mannschaft in Deutschland und war bis vor kurzem noch Champions-League-Teilnehmer. Wir sind erstmal froh, dass wir nun zu den 40 besten gehören.


Absolut chancenlos?
Vielleicht könnten wir Magdeburg phasenweise ärgern. Aber unser Fokus ist voll auf die Saison in der 2. Bundesliga gerichtet. Wir haben in der kommenden Saison 38 Spiele zu absolvieren - das müssen wir vernünftig hinbekommen, um die Klasse zu halten.


Sollte der SV Henstedt-Ulzburg das Turnier nicht ausrichten - könnte es in Hagen über die Bühne gehen?
Das Thema war für uns schnell vom Tisch, weil die Enervie-Arena an diesem Wochenende belegt ist. Aber ich habe auch noch nicht gehört, dass Henstedt-Ulzburg verzichten will. Im Gegenteil: Dort wird bereits überlegt, in welcher der zwei Hallen gespielt wird.